Mittwoch, 26. April 2017

"Die Tochter des letzten Königs" von Sabrina Qunaj

Wales 1093: Nesta ist acht Jahre alt, als Normannen ihr Heim in Dinefwr überfallen, die meisten ihrer Familie ermorden und sie selbst als Gefangene mitnehmen nach Shrewsbury Castle, dem Hauptsitz der Familie de Montgomery. Arnulf de Montgomery ist klar, dass sie mit ihrem königlichen Blut eine wertvolle Geisel ist. Ein paar Jahre wächst sie dort auf und leidet vor allen Dingen unter dem grausamen Burgherren. Als dann eines Tages der König William Rufus zu Besuch kommt, erregt Nesta die Aufmerksamkeit des Bruders des Königs, Henry de Normandie. Henry nimmt sie schließlich mit an den Hof in London und Nesta lernt ein ganz neues Leben kennen. Mit den Jahren wird klar, dass Henry mehr als nur Freundschaft für Nesta empfindet und auch Nesta fühlt sich zu ihm hingezogen. Aber dann stirbt William und Henry wird König. Damit zerplatzen Nestas Träume von einer gemeinsamen Zukunft. Henry heiratet eine schottische Königstochter und Nesta wird eine ihrer Hofdamen.  
Schließlich gibt Henry sein Mündel einem von Nestas Feinde aus ihrer Kindheit zur Frau und mit ihm geht sie zurück nach Wales. Wird es durch diese Verbindung wirklich gelingen, dem Land ihrer Vorfahren endlich Frieden zu bringen? Denn auch die walisischen Rebellen wissen, dass sie als Fürstentochter der Schlüssel zur Macht in Wales ist. 



Ich muss sagen, ich habe lange keinen historischen Roman gelesen, der mich so mitgerissen berührt hat. Und das lag zum großen Teil an der Hauptfigur. Ich mochte Nesta von Anfang an, habe mich mit ihr gefreut und mit ihr gelitten. Ihr Mut, ihre Loyalität und ihr Stolz haben mich sehr berührt. Die Autorin hat ihren inneren Kampf sehr gut rüber gebracht. Zum Einen ist da das Land ihrer Väter, ihre Heimat, die ihr eigentlich zusteht. Aber sie möchte auch nichts lieber, als das endlich Ruhe und Frieden in Wales herrscht. Und dafür ist sie bereits, viel zu tun und Opfer zu bringen, ebenso für ihre Familie.
Auch ist es Sabrina Qunaj wunderbar gelungen, Fiktion und historische Figuren und Ereignisse miteinander in Einklang zu bringen, so dass man sich durchaus vorstellen kann, dass alles wirklich so passiert sein könnte. Im Nachwort steht einiges zu ihren Recherchen und man erfährt noch mehr über Nesta und ihre Familie. Auf jeden Fall merkt man dem Buch die gute Recherchearbeit an und dass es mit viel Herzblut geschrieben wurde. 

Der Schreibstil gefällt mir gut, die Sprache ist nicht zu modern, aber schon dem Leser von heute angepasst. Das Ganze ist anschaulich erzählt und die Beschreibung der walisischen Landschaft hat mich direkt beim Lesen dabei sein lassen. Man erfährt viel über geschichtliche Ereignisse und Zusammenhänge und auch die Mystik des Landes kommt nicht zu kurz. Als Beispiel sei da der Milan genannt oder auch der Brauch von Calan Haf, dem walisischen Beltane. 

Neben Nesta haben mir die Darstellung von Henry und Gerald am besten gefallen. Als König ist Henry als erstes für sein Land verantwortlich und sicher muss er da oft Entscheidungen treffen, die er als "normaler" Mann vielleicht nicht so entschieden hätte. Ich denke, trotz allem war er ein guter König für die damalige Zeit. 
Gerald de Windsor mochte ich auch und manchmal dachte ich, dass Nesta ihm gegenüber unfair ist, denn immerhin hat er sie damals gerettet. Über die Entwicklung bei beiden habe ich mich deswegen dann auch gefreut.
Auch bleibt eigentlich keiner der vielen Charaktere im Buch blass und farblos, jeder hat irgendwie seine oder ihre Geschichte und nichts ist nur schwarz oder weiß. Selbst Owains Beweggründe konnte ich teilweise nachvollziehen, auch wenn er jetzt nicht wirklich ein Sympathieträger ist. 

Ich fand es jedenfalls sehr interessant, mit Nesta ein weiteres Mitglied der Tudor-Dynastie kennen zu lernen und habe sie sehr gerne über einen Zeitraum von mehr als zwanzig Jahren durch die Höhen und Tiefen  ihres Lebens begleitet. Und ich werde auf jeden Fall die Forsetzungen "Das Blut der Rebellin" und "Der Ritter der Könige" auch lesen.

Fazit: Ein rundum gelungener historischer Roman mit einer mutigen und sympathischen Heldin, spannend und lebendig erzählt, mit Herz und auch Humor. 

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥




Sonntag, 23. April 2017

Zum heutigen Welttag des Buches

Ich hoffe, ihr hattet oder habt noch einen schönen Welttag des Buches.

Ich konnte heute doch noch ein bisschen lesen und so den Tag auch entsprechend "feiern". :-)






Samstag, 22. April 2017

Buchverlosung zum Welttag des Buches


Da ich morgen tagsüber nicht zuhause bin, schreibe ich heute schon mal mehr zu meiner Verlosung. 

Wie schon vorgestellt, könnt Ihr hier von Mary Higgins Clark den Thriller "Du entkommst mir nicht" gewinnen.  



Zum Inhalt: Als die Strafverteidigerin Emily in das Haus ihrer urgroßmutter zieht, ahnt sie nichts von den schrecklichen Funden, die man auf dem Grundstück machen wird: die sterblichen Überreste zwei Frauen, die im Abstand von 100 Jahren verschwanden. Emily forscht nach und kommt der Wahrheit gefährlich nahe und damit einem Killer, der keine Gnade kennt...

Das Buch ist eine sehr schöne Sonderausgabe als Hardcover und natürlich neu und ungelesen. 

Und wie könnt ihr das Buch gewinnen? Ganz einfach. Schreibt einfach ab morgen hier einen Kommentar. Ihr habt Zeit bis zum 30. April, denn in der Walpurgisnacht wird dann die Hexe ihren Zauberstab nehmen und den Gewinner auswählen. 😉

Viel Glück und euch allen einen schönen Welttag des Buches!





Freitag, 21. April 2017

Der Countdown läuft....


In zwei Tagen ist es endlich soweit: Welttag des Buches. Und damit startet auf vielen Blogs die Aktion "Blogger schenken Lesefreude". Auch bei mir. 

Ich stelle Euch hier schon mal kurz vor, welches Buch ich verlosen werde:




Neugierig geworden? Dann schaut am Sonntag doch wieder vorbei, da gibt es weitere Infos. 

Bis dahin wünsche ich euch schon mal ein schönes Wochenende. Die Wetteraussichten laden ja zum Lesen auf der Couch ein. 





Dienstag, 18. April 2017

Noch fünf Mal schlafen...

Dann ist Feiertag der Leseratten und Büchereulen. Der "Welttag des Buches" steht vor der Tür.

Dieses Jahr werde ich auch wieder bei dieser Aktion dabei sein:



Mehr dazu in den nächsten Tagen. Schaut einfach wieder vorbei.


Donnerstag, 13. April 2017

Das lange Osterwochenende steht vor der Tür


Und die Wetteraussichten laden wohl eher zum Lesen auf der Couch ein, als zum Eiersuchen draußen im Freien. 

Nun, wir sind auf jeden Fall von Freitag bis Montag in Trier und schauen uns die alte Römerstadt an. Hoffentlich nicht im Dauerregen.  😩

Jedenfalls werde ich mein Buch "Die Tochter des letzten Königs" mitnehmen und vielleicht komme ich ja zwischendurch doch mal ein wenig zum Lesen. 

Ich wünsche euch ein schönes und gemütliches Osterfest und vielleicht legt der Osterhase ja doch das eine oder andere Buch ins Nest. 

Freitag, 7. April 2017

10 Jahre eine Büchereule


Am 8. April 2007 habe ich mich im Bücherforum "Die Büchereule" angemeldet. Morgen bin ich also seit 10 Jahren eine Büchereule und immer noch sehr gerne dort. 


Insgesamt hat das Forum mehr als 12.000 angemeldete User, sicher sind nicht alle davon aktiv, aber trotzdem ist im Eulennest immer ganz schön was los. Es gibt Büchervorstellungen, Rezensionen sortiert nach Themen und Genres, Leserunden und jede Menge Plauderthemen und Challenges. Und natürlich die legendären Eulen-Wichtelaktionen. 😊

Ich fühle mich jedenfalls bei den Büchereulen sehr wohl und hoffe, dass es noch viele Jahre bestehen wird. 

Schaut doch mal vorbei: Büchereule.de

Buchstabensalat zum Wochenende


Es ist mal wieder Freitag. Und das ist auch gut so. 😊

Gestern habe ich mit dem ersten Teil einer historischen Krimireihe von Derek Meister begonnen: Rungholts Ehre. Es liegt schon länger auf meinem SUB und jetzt war es einfach mal "dran". Die ersten 50 Seiten habe ich geschafft und es scheint auch gut zu werden. Allerdings sind die mehr als 500 Seiten recht klein geschrieben, da werde ich wohl bis Montag nicht so weit kommen.
Denn am Montag beginnt in einem Bücherforum eine Minileserunde zu Sabrina Qunajs "Die Tochter des letzten Königs". Na mal sehen, vielleicht unterbreche ich den Herrn Rungolt dann halt. Ich lese nämlich ungern zwei Bücher gleichzeitig, zumindest, wenn es dasselbe Genre ist.

Ansonsten mal schauen, was das Wochenende bringt. Der Sonntag soll ja richtig schön werden. Das passt, denn da sind wir auf einem Oldtimertreffen. 😉

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende mit ausreichend Lesezeit. 









Donnerstag, 6. April 2017

"Ostseetod" von Eva Almstädt


In einem Dorf an der Ostsee verschwindet ein elfjähriges Mädchen. Kommissarin Pia Korittki von der Polizei in Lübeck ermittelt mit ihren Kollegen auf Hochtouren. Aber die Einwohner von Grotenhagen sind der Meinung, die Polizei unternimmt nicht genug und formen selbst eine Bürgerwehr. Bald darauf wird im Wald erhängt an einer Brücke die Leiche eines Mannes gefunden. War es Selbstmord und er der Entführer von Lara? Oder war es doch Mord? Gibt es überhaupt eine Verbindung zwischen ihm und dem Mädchen?
Pia weiß, dass jede Sekunde zählt. Sie ist selbst Mutter und kann gut verstehen, was die Angehörigen durchmachen. Dann verschwindet ein weiteres Mädchen...

"Ostseetod" ist schon der 11. Fall für Pia Korittki, die gleich zu Beginn ihre Beförderung feiert. Mit Martin Rist hat sie nun leider auch einen neuen Vorgesetzten und die Zusammenarbeit wird nicht einfach werden. Es dauert dann auch nicht lange, bis es knallt zwischen den beiden.
Ich selbst habe erst bei Band 9 mit der Reihe begonnen und kann sagen, ich hatte keine Schwierigkeiten so spät erst einzusteigen. Hier taucht zwar jemand aus Pias Vergangenheit auf, der wohl in früheren Teilen schon mal dabei war, aber ich konnte dem Ganzen trotzdem folgen. Die Autorin liefert ausreichend Erklärungen für Quereinsteiger. 😊

Wie auch in den beiden anderen Teilen davor, nimmt man als Leser auch am Privatleben einiger Ermittler teil, allen voran an dem von Pia. Das Private nimmt aber nicht zu viel Raum ein, der Kriminalfall und die Ermittlungen stehen auf jeden Fall im Vordergrund.

Was den Fall betrifft, so ist der gut geschrieben, spannend erzählt und von Beginn an logisch aufgebaut. Ich hatte zwar irgendwann eine Ahnung, was den Täter betrifft, aber ganz sicher war ich mir bis zum Schluss nicht.
Das Leben in dem Dorf kann ich mir durchaus so vorstellen und ich empfand das Ganze deswegen auch als durchaus realistisch.
Die Charaktere sind authentisch, vielschichtig und kleine menschliche Schwächen machen sie sympathisch, besonders die der Ermittler wie Pia oder Broders.
Die anschaulichen Landschaftsbeschreibungen an der Ostsee machen das Buch zu einem unterhaltsamen und lesenswerten Regionalkrimi.

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥




Freitag, 31. März 2017

Nur mal so...weil Freitag ist ;-)


Dieses Bild passt einfach sowas von gut auf alle Bücherwürmer, das möchte ich euch nicht vorenthalten:




In diesem Sinne wünsche ich euch ein tolles, sonniges und lesereiches Wochenende.


Donnerstag, 30. März 2017

"Dünentod" von Sven Koch

Der zweite Fall für das ostfriesische Ermittlerduo Tjark Wolf und Femke Folkmer. 

Bei einem Hafenfest in Wilhelmshaven wird die Polizistin Ceylan niedergestochen. Femke Folkmer, die nach den Ereignissen in Werlesiel nun bei der Kripo in Wilhelmshaven arbeitet, ist bei ihr, kann den Angriff aber in der Menschenmenge auch nicht verhindern. Da Femke wegen persönlicher Verwicklung eigentlich nicht ermitteln darf, spürt sie Tjark Wolf auf, der nach Werlesiel suspendiert wurde und in Dänemark untergetaucht ist. Er kommt zurück nach Ostfriesland und zusammen mit Femke und ihrem Kollegen Fred sucht er nach dem Täter. Dabei stoßen sie auf rivalisierende Motorradgangs und einen Mann, der nach einem Waffenkauf offensichtlich Größeres plant. Auf seinem Hof finden sie jede Menge Material zum Bau von Bomben sowie Pläne der Nordseefähren. Was hat er vor? Können Tjark und Femke ihn noch rechtzeitig stoppen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Der eigentliche Klappentext ist meiner Meinung nach unpassend, denn er erzählt im Grunde nur das, was im letzten Drittel des Buches passiert und verrät auch schon viel zu viel über die Geschichte. Wahrscheinlich, um möglichst viel Spannung und Action zu versprechen. 
Dabei wäre das eigentlich gar nicht nötig, denn die Geschichte entwickelt sich gewohnt spannend bis hin zum Showdown. Dafür sorgen auch die ständigen Wechsel in der Erzählperspektive, denn es wird kapitelweise aus der Sicht von Femke, Tjark oder des Täters erzählt. Oft kommt es zum Cliffhanger, was natürlich den Leser dazu bringt, dran zu bleiben. Dafür sorgen auch die oft sehr kurzen Kapitel, besonders zum Schluss. 

Zu den Charakteren: Femke Folkmer ist ja nun nicht mehr im kleinen Werlesiel als Polizistin tätig, sondern bei der Kripo in Wilhelmshaven. So ganz ist sie damit nicht zufrieden, denn das Aufgabengebiet ist hier natürlich ein anderes und bringt mehr Verantwortung mit sich. Dass sie an sich zweifelt, kann ich gut nachvollziehen. Trotzdem meistert sie ihren Job sehr gut, als es darauf ankommt.
Tjark Wolf, der Comicfan, sieht sich und seine Kollegen Ceylan, Fred und Femke mehr als einmal als die "Fantastic Four" und diese gilt es zu beschützen. Für ihn sind sie sowas wie seine Familie und das macht ihn sympathisch. Er handelt meistens, ohne an die Konsequenzen zu denken, was in seiner Situation natürlich fatal ist, wenn er seinen Job wiederbekommen möchte. Ein Hitzkopf mit einem guten Kern, würde ich sagen. 

Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich den ersten Teil gelesen habe und ich konnte mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern. Das war aber nicht schlimm und zeigt, dass man "Dünentod" auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. 
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, alleine schon wegen der Locations, die mir sehr bekannt sind, da ich schon oft in Ostfriesland an der Küste war. So einen Wiedererkennungswert finde ich immer klasse. Auch wenn ich jetzt sicher immer an diese Geschichte denken werde, wenn ich mal wieder in Bensersiel am Hafen stehe und eine Fähre auf dem Weg nach Langeoog sehe...

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥




Montag, 20. März 2017

Zum Frühlingsanfang


Das heutige Google-Doodle finde ich zu knuffig, das muss ich einfach hier posten zum Frühlingsbeginn. Dabei muss ich an unseren Kasimir denken. *g*