Dienstag, 20. Februar 2018

Zwei Neuzugänge im Bücherregal


So, der Umzug ist geschafft und so langsam kehre ich ins "normale" Leben zurück. Gestern kamen dann auch prompt zwei bestellte Bücher bei mir an. 



Die junge Künstlerin Caron leidet unter einem traumatischen Kindheitserlebnis. Sie kann sich jedoch nicht erinnern, was damals in Tregaron House geschah. Als sie unverhofft das alte Cottage auf der walisischen Halbinsel Llyn und ein verschollen geglaubtes Gemälde erbt, kommt sie an den Ort des tragischen Geschehens zurück und muss sich der Vergangenheit stellen. In dem sensiblen Gärtner Ioan findet sie einen Mann, der ihre zerrissene Seele versteht, und schon bald verlieben sich die beiden ineinander. Zusammen mit Ioan kommt Caron schließlich einem grausamen Geheimnis auf die Spur, das ins 19. Jahrhundert zurückreicht – das aber auch der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit ist...



Jeder Friedhof hat eine Geschichte, und jedes Grab birgt ein Geheimnis.

Charleston, South Carolina: Für die 28-jährige Amelia Gray sind die Toten ein wichtiger Teil ihres Lebens. Die studierte Archäologin und Friedhofsrestauratorin hat eine besondere Gabe: Sie kann Geister sehen. Diese Fähigkeit führt sie zu einem abgelegenen Friedhof, auf dem vor einem halben Jahrhundert die Opfer eines Massensuizids begraben wurden. Die Gräber sind mit merkwürdigen Zeichen versehen, und die junge Frau ist die Einzige, die das Rätsel dieses unheimlichen Ortes lösen kann. Doch Amelia muss sich auch ihren eigenen Geistern stellen, und ihr Kontakt zur Zwischenwelt bringt sie und ihren Geliebten John Devlin in große Gefahr ...

"Totenrache" habe ich direkt heute begonnen, da ich schon so lange auf die Fortsetzung der Graveyard Queen Reihe gewartet habe. Endlich geht es weiter! 





Rezension: "Stille der Nacht" von Patricia Briggs

Eigentlich will Mercedes "Mercy" Thompson nur mal eben schnell Eier kaufen, um für ihre Werwolfsfamilie einen Kuchen zu backen. Aber auf dem Weg nach Hause wird sie von einem anderen Wagen gerammt und wacht im Keller des Hauses eines mächtigen und uralten Vampirs auf...in Italien. Der Herr der Nacht hat sie entführt - aber zu welchem Zweck? 
Zusammen mit den Vampiren Marsilia und Stefan sowie einigen anderen Verbündeten reist Adam, Alpha des Werwolf-Rudels von Columbia, nach Europa, um seine Frau zurückzuholen. Mercy ist inzwischen in Prag gelandet und stößt dort auf eine uralte Macht, einen dunklen Geist, der anscheinend einen Krieg zwischen allen magischen Völkern anzetteln will. Gelingt es Adam rechtzeitig dorthin zu gelangen?

"Stille der Nacht" ist bereits der zehnte Teil der Urban-Fantasy-Reihe um die Mechanikerin  Mercy Thompson, die sich dank ihres Erbes in einen Kojoten verwandeln kann. Und er hat mir wieder sehr gut gefallen. Auch wenn ich es schade fand, dass der Rest des Werwolf-Rudels dieses Mal ein wenig zu kurz kam, da die Geschichte, bis auf den Anfang, in Europa spielt und nur Mercy und Adam im Vordergrund stehen. Dafür haben aber Stefan und Marsilia und damit die Vampire dieses Mal einen größeren Part, was ich wiederum gut fand. 

Ich mag Patricia Briggs' Schreibstil einfach. Dieses Mal erzählt sie abwechselnd in der Ich-Form aus Mercys Perspektive, wie sonst auch immer. Und dann gibt es Kapitel aus der Sicht von Adam, damit der Leser auch erfährt, was zwischenzeitlich in Italien beim Treffen mit den Vampiren passiert. Das hat mir auch gut gefallen, denn so erfährt man auch einiges über Adam. 
Besonders interessant fand ich eine Figur, deren wahre Identität aber erst ganz zum Schluss preisgegeben wird. Mehr verrate ich aber nicht. ;-)

Wie immer gibt es auch lustige Momente, genauso wie Emotionales. Und auch wenn die meisten der Protagonisten übernatürliche Wesen sind, ist die gesamte Story wieder sehr "menschlich" erzählt. 

Muss man die vorherigen Bände lesen, um "Stille der Nacht" zu verstehen? Nein, aber ich empfehle es trotzdem, da man so einfach viel mehr über die besondere Verbindung zwischen Adam und Mercy erfährt und einiges besser nachvollziehen kann. Und es lohnt sich einfach, Mercy besser kennen zu lernen. 😊

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥






Donnerstag, 25. Januar 2018

Rezension: "Echo der Toten" von Beate Sauer

Köln, Januar 1947. Es ist ein bitterkalter Nachkriegswinter und zwischen den schneebedeckten Ruinen kämpfen die Menschen in der britischen Besatzungszone ums Überleben.  
Als in der Eifel ein Mord geschieht, wird die Polizeianwärterin Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei von dem britischen Militärpolizisten Richard Davies zur Unterstützung angefordert. Einziger Zeuge des Mordes ist ein sechsjähriger Junge, der sich weigert, über das Geschehene zu sprechen. Genau wie Friederike selbst kommt Peter aus Ostpreußen und sie hofft, dadurch einen Zugang zu ihm zu finden. Durch die Ereignisse kommen die Erinnerungen an ihre Flucht aus Königsberg wieder hoch und oft zweifelt Friederike an ihrer Kraft. Aber auch Davies scheint etwas zu verbergen und gegen Dämonen aus seiner Vergangenheit zu kämpfen. 
Dann geschieht ein weiterer Mord und Friederike und Davies müssen ihre privaten Probleme zunächst hintenanstellen, um den Mörder zu finden, bevor er wieder tötet.  

Ich hatte die Leseprobe zu "Echo der Toten" bei Vorablesen.de gelesen und war gleich begeistert. Weil ich unbedingt weiterlesen wollte, habe ich mich für das Buch beworben und hatte Glück. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte hat mir von Anfang bis Ende gut gefallen. Der Schreibstil ist lebendig und anschaulich, beim Lesen sah ich die schneebedeckten Ruinen der Stadt Köln vor mir  und konnte die Kälte fast fühlen. Die Autorin beschreibt realistisch, aber doch einfühlsam die damalige Situation der Deutschen unter der britischen Besatzung. Die Angst, sein Zuhause zu verlieren, der Hunger, die Vorurteile, mit denen jeder leben musste. 

Friederike mochte ich gleich. Trotz ihrer Erlebnisse auf der Flucht gibt sie nicht auf, nimmt den Job bei der Polizei an, den sie eigentlich nicht mag, nur damit sie und ihre Mutter aus dem Flüchtlingslager rauskommen. 
Auch Richard Davies war mir sympathisch, seine Art, auf Friederike einzugehen, gefiel mir. Und gewisse Verhaltensweisen versteht man nach Beendigung des Buches. 

Ich denke, der Autorin ist es gelungen, die damalige Situation authentisch zu beschreiben. Auf der einen Seite die britischen Besatzer, die grundsätzlich jedem Deutschen misstrauisch gegenüber standen und sich immer fragten: War sie oder er ein Gegner oder Befürworter der Nationalsozialisten? Auf der anderen Seite aber auch die deutsche Bevölkerung, die durch die Rationierungen und Sanktionen der Besatzer kaum genug zu essen oder überhaupt zum Leben hatte. 

Ich muss zugeben, ich wusste bisher gar nicht, dass es damals eine spezielle Weibliche Polizei gab und diese für gesonderte Aufgaben eingesetzt wurde. Also  wurde ich nicht nur gut unterhalten, sondern habe auch noch etwas gelernt. 

Fazit: Ein historischer Krimi aus der entbehrungsreichen Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, den ich sehr empfehlen kann.

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥




Donnerstag, 18. Januar 2018

Top Ten Thursday am 18.1.18



Heute ist es wieder mal Zeit für die Top Ten am Donnerstag. Aleshanee hat auf ihrem Blog heute eine interessante Aufgabe gestellt:


Nenne deine 10 liebsten Einzelbände!

Gar nicht so einfach, wie ich feststellen muss, denn auch ich lese gerne und überwiegend Reihen.

Aber ein paar sind mir dann doch eingefallen.


1. "Dracula" von Bram Stoker

Hier gibt es mehr zum Buch: Rezi!

☺☺☺



2.  "Der Feenturm" von Aileen P. Roberts


Hier gibt es mehr zum Buch: Rezi! 

☺☺☺

3. "Die Reise der Amy Snow" von Tracy Rees

Hier gibt es mehr zum Buch: Rezi!

☺☺☺

4. "Der achte Rabe  von Marion Henneberg


Hier gibt es mehr zum Buch: Rezi! 

☺☺☺

5. "Sturmherz" von Corina Bomann

Hier gibt es mehr zum Buch: Rezi! 

☺☺☺

6. "Die Schwestern von Sherwood" von Claire Winter

Hier gibt es mehr zum Buch: Rezi! 

☺☺☺

7. "Der verborgene Garten" von Kate Morton

Hier gibt es mehr zum Buch: Rezi! 

☺☺☺


8. "Schmetterlingstränen" von Karin Kehrer

Hier gibt es mehr zum Buch: Rezi!


☺☺☺


9. "Als Gott schlief" von Jennifer B. Wind

Hier gibt es mehr zum Buch: Rezi! 

☺☺☺


10. "ES" von Stephen King

Ich glaube, dazu muss ich nichts mehr schreiben. Es gibt auch keine Rezi von mir dazu, da ich das Buch vor rund 30 Jahren gelesen habe...und da noch keine Rezis geschrieben habe. *g*


Ja, da bin ich ja doch auf zehn Bücher gekommen, hätte ich gar nicht gedacht. 😊





Mittwoch, 17. Januar 2018

Cover Theme Day am 17.01.18


Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Aktion Cover Theme Day von Charleens Traumbibliothek



Heute lautet das Thema:

Zeige ein Cover, auf dem mindestens ein Buch zu sehen ist.

Ich habe mich für dieses entschieden:



Es ist der 6. Fall für "Zauberlehrling" und Polizist Peter Grant, der dieses Mal ein verschollenes Buch finden muss. 

Ich habe bisher Teil 1 - 4 der Reihe gelesen und dieses hier steht noch auf meiner Wunschliste. 

Und bei euch so? 





Dienstag, 16. Januar 2018

Aktion Gemeinsam lesen


Der dritte Dienstag in diesem Jahr und heute bin ich auch mal wieder dabei. Die Aktion Gemeinsam lesen wird von den Schlunzen-Büchern organisiert und wie immer gibt es wieder 4 Fragen.

Los gehts!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese "Echo der Toten" von Beate Sauer und bin auf Seite 148. 


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Und im Moment ist zumindest nicht auszuschließen, dass sie den Mord begangen haben."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
"Echo der Toten" ist ein historischer Krimi, den ich bei Vorablesen.de gewonnen habe. Er spielt in Köln und in der Eifel im Winter 1947. Er gefällt mir richtig gut und ist sehr anschaulich und lebendig erzählt. Friederike ist mit ihrer Mutter aus Ostpreußen vor den Russen geflohen und ist nun im von den Briten besetzten Köln bei der Weiblichen Polizei angestellt. Hier soll sie Lieutenant Richard Davies von der britischen Militärpolizei unterstützen, der den Mord an einem Schrotthändler aufklären muss, dessen einziger Zeug ein kleiner Junge ist, der aber beharrlich schweigt. 

4. Seid ihr schon einmal in die Versuchung gekommen, die letzten Seiten eines Buches zuerst zu lesen?
Direkt zu Beginn des Buches nicht, aber im Laufe des Lesens ist mir das schon öfter passiert, dass ich dann auf die letzte Seite geblättert habe. Oder wenn ich ein Buch abgebrochen habe, dann habe ich zumindest noch das Ende gelesen. 

Und was lest ihr so? 





Freitag, 12. Januar 2018

Neuzugänge im Januar


Diese Woche sind gleich zwei Bücher bei mir eingezogen. Nachdem ich ja schon drei Wochen warten musste auf meinen Gewinn von Vorablesen.de, kam am Mittwoch dann endlich "Echo der Toten" von Beate Sauer an.
Ich habe es auch direkt begonnen und es geht genauso gut weiter, wie die Leseprobe versprochen hatte.

Gestern kam dann auch noch meine erste Vorbestellung 2018 an und zwar der 10. Teil der Mercy-Thompson-Reihe von Patricia Briggs: Stille der Nacht. Das werde ich dann bestimmt als nächstes lesen.



Aber die nächsten Woche werde ich definitiv weniger Zeit zum Lesen haben, denn wir stecken mitten in den Vorbereitungen für einen Umzug, der Anfang Februar über die Bühne gehen soll.
Also bitte nicht wundern, wenn es hier im Moment etwas ruhiger ist, ich bin noch da. 😊

Schönes Wochenende wünsche ich euch. 




Mittwoch, 10. Januar 2018

Rezension: "Totenfang" von Simon Beckett

Der forensische Anthropologe Dr. David Hunter ist zur Zeit nach seinem letzten Fall nicht gerade die erste Wahl der Polizei in Sachen Beratung. Auch sein Vertrag an der Uni ist nur befristet. Da kommt ihm ein Anruf von Detective Lundy aus Essex gerade recht. In den unwirtlichen Backwaters wurde in der Marsch eine gefunden, deren Identifizierung aufgrund ihres stark verwesten Zustands die Kenntnisse eines forensischen Anthropologen benötigt.  
Es besteht die Möglichkeit, dass es sich hierbei um den seit vier Wochen verschwundenen Leo Villiers handelt, Sohn einer in der Gegend sehr einflussreichen Familie. Hat er die ebenfalls vermisste Emma Darby ermordet und dann sich selbst getötet? David untersucht die Leiche und es kommen ihm Zweifel, auch wenn der wenig erschütterte Vater darauf besteht, dass es sich bei dem Toten um seinen Sohn handelt. 
Da sich die Untersuchungen hinziehen, erhält David eine Unterkunft im Bootshaus von Andrew Trask. Er und seine Familie verhalten sich zunächst sehr ablehnend David gegenüber und als Detective Lundy ihm die ganze Geschichte um das Verschwinden von Leo Villiers erzählt, versteht er auch, warum. 
Dann wird eine weitere Leiche in den Backwaters gefunden...

"Totenfang" ist der 5. Fall für den forensischen Anthropologen David Hunter, der als Berater schon an den unterschiedlichsten Orten für die Polizei tätig war. 
Ich habe extra gewartet, bis das Taschenbuch auf den Markt kam und ich muss sagen, das Warten hat sich gelohnt. Aus der Reihe gefällt es mir zusammen mit "Die Chemie des Todes" am besten.
Was ich an der Figur des David Hunter mag, ist, dass er kein Superheld ist, sondern trotz seiner fachlichen Kenntnisse auch nur ein Mensch, der in gefährlichen Situationen auch Angst hat und nicht selten mit Verletzungen daraus hervorgeht. 
Was ich an den Büchern auch gut finde: Es wird zwar einiges erklärt, was die berufliche Tätigkeit Hunters angeht, aber der Autor wirft nicht Fachbegriffen und Abkürzungen um sich, so dass man irgendwann den Überblick verliert. Alles ist interessant geschrieben und man lernt auch noch etwas. Also wenn man Näheres über den Zustand von Wasserleichen wissen möchte. ;-)
Auch wenn es keine große Action gibt, gelingt es Simon Beckett von Anfang an, die Spannung aufzubauen und auch bis zum Ende zu halten. Es gibt immer wieder Wendungen und Überraschungen in der Handlung und der Schreibstil ist anschaulich und lebendig. Ich hatte das Gefühl, mich selbst in den unwirtlichen Salzmarschen zu befinden und war direkt in der Handlung.

Das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen und ich würde mich freuen, wenn es dieses Mal nicht so lange dauern würde, bis ich etwas Neues von David Hunter lesen kann.

Da es hier ein paar Erklärungen zu Hunters Vorgeschichte gibt, ist es kein Muss, die ersten vier Bände gelesen zu haben, um "Totenfang" zu verstehen. Aber empfehlen würde ich es trotzdem....weil ihr sonst einfach etwas verpasst. ;-) 

Reihenfolge:

1. Die Chemie des Todes
2. Kalte Asche
3. Leichenblässe
4. Verwesung

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥






Montag, 1. Januar 2018

Ein frohes neues Bücherjahr!

Nun ist es da, das neue Jahr 2018. Ich hoffe, ihr seid gut rein gekommen.
Bei mir wird bis Ende Februar ein Umzug stattfinden und deswegen wird es bis dahin vielleicht ein wenig ruhiger hier auf meinem Blog sein. Aber keine Sorge, danach geht es wieder gewohnt weiter. 

Auch in diesem Jahr wird es wieder einige tolle Bücher geben, da bin ich mir sicher. Ein paar Neuerscheinungen habe ich schon auf dem Schirm, wie das hier:


Der 10. Teil der Urban Fantasy Reihe erscheint schon am 9. Januar. 

Wenn ich die Zeit finde, werde ich sicher auch noch einen Rückblick auf das vergangene Lesejahr starten.

Aber jetzt erst mal langsam den ersten Tag dieses neuen Jahres ausklingen lassen. Die nächsten Tage wird mich weiterhin Dr. David Hunter in "Totenfang" begleiten. 







Montag, 25. Dezember 2017

Rezension: "Der Fluch der Sommervögel" von Nicole Steyer

Frankfurt am Main, 17. Jahrhundert. Die junge Maria Sibylla Merian lebt mit ihrer Mutter und ihren beiden Halbbrüdern Matthäus und Caspar bei ihrem Stiefvater Jacob Marrell, einem Künstler und Maler. Auch sie selbst zeichnet und mal für ihr Leben gern, am liebsten Schmetterlinge. Aber ihre Leidenschaft für die "Sommervögel", wie sie sie liebevoll nennt, stößt nicht bei jedem auf Verständnis. Zur damaligen Zeit nennt man Schmetterlinge Butterfliegen. Sie gelten als Unheilsbringer und Vorboten des Todes. Man glaubt sogar, es seien verwandelte Hexen, die so den Rahm und die Butter stehlen. Über ein Mädchen, das sich für Raupen und ihre Verwandlung interessiert, sie studiert und zeichnet, redet man natürlich. Aber Maria lässt sich dadurch nicht beirren. 
Einzig der Totengräber Christian scheint sie zu verstehen. Er meißelt auf dem Friedhof Sommervögel in die Grabsteine und sieht Schmetterlinge nicht als "Teufelsgeziefer" und Unglücksboten, sondern als Symbol für die Freiheit der Seele, die sich aus der sterblichen Hülle des Menschen befreit. Aber er scheint ein dunkles Geheimnis zu haben und als ihn seine Vergangenheit einholt, gerät auch Maria in Gefahr...

Ich habe mich schon immer gefragt, warum Schmetterlinge in der englischen Sprache Butterfly heißen, also Butterfliege. Nun weiß ich es. Der Begriff Sommervogel gefällt mir aber auch. 
Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen, die Geschichte über die Schmetterlingsmalerin Maria Sibylla Merian fand ich sehr interessant. Der Schreibstil ist sehr anschaulich und bildhaft, das damalige Frankfurt mit der geschäftigen Atmosphäre in den Straßen und Gassen wird beim Lesen regelrecht lebendig. 
Die Figuren, allen voran Maria, sind wunderbar gezeichnet. Bis in die Nebenfiguren bleibt keine farblos, jede bekommt eine kleine Geschichte, es gibt nicht nur Gut und nur Böse. 
Maria mochte ich gleich, eine mutige junge Frau für die damalige Zeit, die sich nicht vorschreiben lassen wollte, wie sie zu leben hat. 
Auch Christian war mir gleich sympathisch, ebenso wie der Buchhändler Valentin. Auch wenn die Autorin im Nachwort schreibt, dass beide von ihr erfunden sind, wäre es schön, wenn Maria Menschen wie sie um sich gehabt hätte. 

Fazit: Ein wunderbar geschriebener, historischer Roman über die frühen Jahre einer interessanten Frau, über die ich bisher leider kaum etwas wusste. Und von nun an, werde ich Schmetterlinge mit anderen Augen sehen....oder Sommervögel, wie Maria Sibylla Merian sie nannte. 

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥






Freitag, 22. Dezember 2017

Winter und Weihnachten


Heute ist offizieller Winteranfang und Google hat sich wieder etwas Niedliches einfallen lassen:


Für mich ist heute der letzte Arbeitstag in diesem Jahr und ich habe dann frei bis zum 2. Januar. In der Zeit werde ich sicher auch nicht so oft hier sein.

Ich wünsche euch allen jetzt schon mal ein schönes, gemütliches und erholsames Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben. Genießt die freien Tage und macht euch nicht zu viel Stress. Vielleicht bleibt ja auch Zeit für ein schönes Buch. 






Donnerstag, 21. Dezember 2017

Zur heutigen Wintersonnenwende


Es ist soweit. Heute ist der kürzeste Tag des Jahres, auf den die längste und dunkelste Nacht folgt, die Julnacht oder Mittwinternacht.

Um diese etwas zu erhellen, bringe ich euch ein wenig Licht.




Und hier ist noch ein kleines Gedicht:



Mittwinternacht

Es ist Dezember.
Der Schnee fällt sacht
Alles ist still
in dieser Mittwinternacht.

Mein Atem ist kalt.
Der Mond erhellt das Dunkel.
Ich gehe durch den Wald,
sehe Eiskristalle funkeln.

Es ist die Nacht der Sonnenwende,
des Jahres längste Nacht.
Dieses Jahr geht bald zu Ende
und das neue Licht erwacht.

©Blackfairy71






Auch wenn man es nicht direkt merkt, aber nach der Wintersonnenwende werden die Tage ganz allmählich wieder länger werden. Es geht also aufwärts.