"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Freitag, 30. März 2012

Die Frau in schwarz

So heißt der neue Film mit "Harry Potter" Daniel Ratcliffe, der seit gestern in den Kinos läuft. Die Vorschau verspricht einen schaurig-schönen Gruselabend.

Das Ganze ist eine Buchverfilmung und zwar von Susan Hill, einer englischen Autorin, geb. 1942. 

Zum Inhalt: 
Anfang des 20. Jahrhunderts: Der junge Londoner Anwalt Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) wird von seiner Kanzlei in ein britisches Hinterland irgendwo in Großbritannien abgeordnet, den Besitz einer verstorbenen Witwe aufzulösen und ihr Anwesen zu verkaufen. Doch allerlei merkwürdige Hindernisse stellen sich ihm in den Weg. So taucht bei der Beerdigung der toten Witwe als einziger Besucher eine seltsame Frau in Schwarz auf. Auf die Frau angesprochen, reagieren alle Dorfbewohner sehr seltsam. Kipps beginnt Fragen zu stellen. Die Einheimischen allerdings können oder wollen ihm keine Antworten geben. Alle vermeiden es, über die Frau in Schwarz zu reden, ignorieren gar ihre Existenz. Kipps merkt, dass mit diesem Ort etwas nicht stimmt. Kaum ist er zurück im Haus, hört er plötzlich grausame und Angst einflößende Stimmen. Erneut erscheint ihm die seltsame Frau in Schwarz. Kipps stellt Nachforschungen an, um hinter das Geheimnis geisterhaften Ereignisse des Hauses und des Dorfes zu kommen und durchstöbert sämtliche Unterlagen der verstorbenen Eigentümerin. Dazu hört er sich unzählige alte Tonaufzeichnungen von ihr an. Schon bald muss er feststellen, dass es sich bei der mysteriösen schwarz gekleideten Frau um einen Geist handelt, dessen Sohn einst ertrank. Und dieser Geist ist nun auf Rache aus.... 

Samstagabend werden wir uns den Film ansehen und ich bin schon sehr gespannt. 

 

Dienstag, 27. März 2012

Gewonnen!!


Seit etwa 5 oder 6 Wochen bin ich bei vorablesen.de registriert. Vor zwei Wochen habe ich zu der Leseprobe des Thrillers "Krank" von Jack Kerley eine Leseeindruck geschrieben.
Und heute kam folgende E-Mail:

Hallo und herzlichen Glückwunsch!
Wir haben Deinen Namen bei der Vorablesen.de-Verlosung zu Jack Kerley: „Krank“ aus dem Lostopf gezogen, d.h. Du bekommst demnächst ein Vorab-Exemplar des Buches zur Rezension zugeschickt. Die Rezension sollte möglichst 3 Wochen nach Erhalt des Buches gepostet werden.
Das Buch wird innerhalb der nächsten 14 Tage verschickt.

Juhuuu!! Mein erster Gewinn bei vorablesen.de. Die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen, jetzt bin ich mal gespannt auf den Rest des  Buches.


Freitag, 23. März 2012

Nancy A. Collins: Der Todeskuss der Sonja Blue


Im Original heißt das Buch "Sunglasses after Dark", was auch gut gepasst hätte. Erinnert außerdem an Corey Harts Song "Sunglasses at night", ein Hit der 80er Jahre.
Auch das Buch ist aus dem Jahr 1989. Der Festa-Verlag hat es dann 2006 auch in Deutschland veröffentlicht.

Die Geschichte beginnt in einer Irrenanstalt. Heute würde man dazu wohl eher Sanatorium sagen oder Psychiatrische Klinik, das wäre politisch korrekt. ;-)  In einer Zelle sitzt eine junge Frau, die unter dem Namen Sonja Blue dort registriert ist. Alles was der Pfleger Claude weiß, ist, dass sie äußerst gefährlich ist. Und sich in seine Träume und auch in deren der anderen Patienten schleicht. Und das sind keine schönen Träume, es geht um Blut, Gewalt und Tod.
Eines Nachts gelingt Sonja die Flucht, sie bricht aus und nimmt Claude mit sich und lässt ihn bei sich wohnen.
Er findet schließlich heraus, dass es sich bei Sonja in Wahrheit im die 1969 verschwundene Millionenerbin Denise Thorne handelt. Aber wie ist es möglich, dass sie zwanzig Jahre später immer noch genau so jung aussieht wie damals, als sie verschwand?
In Rückblenden erzählt Sonja/Denise ihre Geschichte, wie sie auf brutale und gar nicht romantische Weise in London zum Vampir gemacht wurde und die nächsten zehn Jahre damit verbrachte, ihr Leben in den Griff zu kriegen und gleichzeitig immer auf der Suche war, den zu finden, der ihr das angetan hat und sie gegen ihren Willen verwandelte.

Das Buch ist in unterschiedlichen Erzählperspektiven geschrieben: in der Ich-Version aus Sonjas Sicht, aus Claudes Sicht und auch aus Sicht von Catherine Wheele, einer medial begabten "Wunderheilerin", die von Denises Mutter engagiert wurde, ihre Tochter zu finden, obwohl doch alles dafür spricht, dass sie tot ist.

Insgesamt fand ich das Buch nicht schlecht. Wie gesagt, es ist aus dem Jahr 1989 und damit vor diesem ganzen Twilight-Hype entstanden, was gut ist, denn so ist es keine schnulzige Vampirromanze geworden. Überhaupt ist die ganze Geschichte sehr blutig und brutal und sicher nichts für zart Besaitete. 
Teilweise mochte ich auch den Humor, besonders wenn in der ersten Person von Sonja erzählt wird.
Trotzdem würde ich jetzt nicht sagen, dass mich das Buch vom Hocker gerissen hat. Auch das Ende ist nicht so ganz nach meinem Geschmack und letztendlich wird auch nicht wirklich geklärt, was Catherine Wheele eigentlich ist. Oder ich habe es nicht verstanden. ;-)

Also von 10 Punkten würde ich mal 7 geben, denn für zwischendurch ist es mit knapp 270 Seiten ganz okay.

Mittwoch, 21. März 2012

Akkustik-Konzert von Faun am 20.03.2012


Da es bei Faun ja fast immer um gesungene Geschichten und Märchen geht, passt das auch sehr gut in einen Bücherblog.

Gibt es etwas Besseres, um die Frühlings-Tagundnachtgleiche zu feiern, als ein Konzert von Faun in der Christuskirche in Bochum?
Es war ein sehr schöner Abend mit ruhigen Liedern und einem überschaubaren Publikum. Ich hatte ja schon die Befürchtung, dass es total überfüllt sein würde, aber zum Glück war das nicht der Fall. Es gab sogar noch Karten an der Abendkasse.
Pünktlich um 20 Uhr betrat die fünfköpfige Band die Bühne: Fiona, Sonja, Oliver, Stephan und Rüdiger. Niel war nicht dabei.
Frontmann Oliver begrüßte das Publikum und versprach einen interessanten Abend mit einer musikalischen Reise um die Welt und durch die Jahrhunderte. Begonnen wurde in Ungarn, dann ging es weiter nach Spanien, in den Orient, zu den Roma, nachNorwegen und Schweden, in die Bretagne und ins englische Mittelalter. Vom neuen Album „Eden“ spielten sie leider nur wenige Lieder (wie z.B. Adam L. Ybounden), aber auch der Rest war sehr schön und Oliver erzählte zwischendurch Anekdoten, übersetzte die Texte oder erklärte, wie die Drehleier funktioniert.
Sonja, die ja vor einiger Zeit neu zur Truppe gekommen ist, passt stimmlich wunderbar zu Fiona und bei einigen Liedern bekam man wirklich eine Gänsehaut.

Ein rundum gelungener Abend und wer noch die Chance hat, eines der Konzerte zu besuchen, der sollte das tun. Außerdem sind Faun dieses Jahr auch beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum dabei.

Wer mehr Infos möchte, hier der Link zur HP  der Pagan-Folk-Band.

Freitag, 16. März 2012

Ostara - Die Göttin des Frühlings

Ostara - Göttin des Frühlings



Heute wird gefeiert
Heute ist dein Fest.

Tag – und Nachtgleiche
Das Dunkel und das Licht
Beider Stärke ist heute die Gleiche
Eines besiegt das andere nicht

Ab heute
Die Kraft aus der Erde steigt,
sich mit der Sonne vereint,
und bunte Frühlingskinder zeugt,
der Winter wird verneint.

Neue Saat schafft sich den Raum
Nach dem dunklen Wintertraum.
Die Quellen werden geschmückt
Mit bunten Blüten

Das Wasser ist Leben
Sagen nicht nur die alten Riten
Auch in deinem Blut
Wird es heiß, dank Ostara,
Brennt die Glut.

Der Frühling ist da
(Eveline Dächer)

Donnerstag, 15. März 2012

Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London


"Manchmal denke ich, dass mein Leben viel weniger interessant und ganz bestimmt sehr viel weniger gefährlich verlaufen wäre, wenn nicht Lesley, sondern ich Kaffee holen gegangen wäre."

Zum Inhalt: Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung für das Magische. Was er selbst aber nicht weiß, seinem Vorgesetzten aber nicht entgeht. Inspector Thomas Nightingale ist selbst der letzte Zauberer Englands und wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Frisch aus der Polizeiausbildung, erspart ihm das so einen langweiligen Schreibtischjob.
Ein grausiger Mord in Covent Garden führt Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand.
Und Nightingale zeigt ihm, dass es in London weitaus mehr gibt, als die Wissenschaft erklären kann. Die Themse und andere Flüsse in London sind nicht einfach nur Flüsse, es sind Götter und die sollte man besser nicht verärgern. Auch Vampire, Wiedergänger und Geister kann man nicht einfach so ins Reich der Märchen verbannen.
Dabei ist Peter doch gerade erst am Beginn seiner Ausbildung....

Ben Aaronovitch bringt mit seinem Fantasy-Krimi frischen Wind ins Genre. Peter Grant ist ein fähiger und cleverer Polizist und Zauberlehrling, der sich nur leider zu schnell ablenken lässt. Was ihn aber um so sympathischer macht.
Auch der herrliche britische Humor hat mich begeistert. So fragt Peter beispielsweise ganz nüchtern einen Geist: "Können Sie beweisen, dass Sie tot sind?" 
Die Schreibstil ist sehr anschaulich und bildlich und da ich selbst schon zweimal in London war, auch am Covent Garden, konnte ich alles ganz genau vor mir sehen, den Platz, die Markthalle, die Schauspielerkirche,...
Der Autor liebt offensichtlich seine Stadt und ihre Bewohner und das merkt man.

Spannend und "very british". Empfehlenswert. Auch für Fans von Harry Dresden, an den das Buch manchmal erinnerte

Dienstag, 6. März 2012

Zauberwort...

Joseph von Eichendorff hat einst das recht kurze Gedicht "Wünschelrute" geschrieben.
Dieses hat die Band Dunkelschön im Song "Zauberwort" verwendet und ein wunderschönes Lied daraus gezaubert:

In einem Traum, der ward wie Eis
Da ging ich einstmals wandern
Die Stille sang in sanftem Weiß
Und kein Ton glich dem andern

Im Wald aus Farbe Blau
Da ging ich einstmals wandern
Die Stille sang im Blätterdach
Und kein Ton glich dem andern

Im Meer aus Farbe Grün
Da wusch ich meine Glieder
Das Wasser sank, das Wasser schwoll
Und sang vergessne Lieder

Schläft ein Lied in allen Dingen
Die da träumen fort und fort
Und die Welt hebt an zu singen
Triffst du nur das Zauberwort


Im Traum aus Farbe Rot
Da lege ich dich nieder
Und sing für dich und sing für dich
Und kehr daraus nicht wieder

Im Traum aus Farbe Rot
Da lege ich dich nieder
Und sing für dich und sing für dich
Du kehrst daraus nicht wieder

Samstag, 3. März 2012

Heute sind zwei neue Bücher bei mir eingezogen

Letztes Jahr habe ich von Silvia Kaffke den historischen Krimi "Das rote Licht des Mondes" gelesen und war begeistert. Heute habe ich mir die Forsetzung "Das dunkle Netz der Lügen" gekauft.


Dunkle Zeiten im Land von Stahl und Kohle Ruhrort 1861: Lina hat es geschafft. Wie viele hat sie die Aufbruchstimmung genutzt und sich selbständig gemacht. Ihr kleiner Modesalon ist in aller Munde. Doch dann werden plötzlich gleich zwei Morde verübt. Und während des traditionellen Maiballs plündert jemand die Villen reicher Bürger. Die Taten betreffen ausschließlich Linas Kunden. Misstrauen schlägt ihr entgegen. Gestern noch eine angesehene Bürgerin Ruhrorts, muss Lina nun ihre Ehre verteidigen. Doch nicht nur ihr Ruf steht auf dem Spiel ...



Außerdem gab es noch den zweiten Teil der "Chicagoland Vampires" von Choe Neill: Verbotene Bisse

Nach ihrer Verwandlung in eine Vampirin zieht Merit in das Haus Cadogan ein. Im Auftrag ihres neuen "Meisters", dem Vampir Ethan Sullivan, soll sie fortan die Rolle der Vermittlerin zwischen Menschen und Vampiren spielen. Doch irgendjemand hat es darauf abgesehen, Zwietracht zwischen Sterblichen und Unsterblichen zu säen, und droht, eines der dunkelsten Geheimnisse der Vampire an die Öffentlichkeit zu bringen. Zu allem Überfluss beginnt Merit eine Affäre mit dem neuen Oberhaupt von Haus Navarre. Schon bald muss sie jedoch feststellen, dass sie noch immer Gefühle für Ethan hegt, dessen widersprüchliche Natur ihr wieder und wieder Rätsel aufgibt ...