"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Sonntag, 27. Januar 2013

Saeculum von Ursula Poznanski

Klappentext: Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter ohne Strom, ohne Handy , normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?



Meine Meinung:
Als ich wusste, worum es in diesem Buch geht, wollte ich es unbedingt lesen. Ich gehöre zwar keiner Live-Rollenspielgruppe an, gehe aber unheimlich gerne auf Mittelaltermärkte und interessiere mich auch sonst für das düstere, oft romantisierte Zeitalter. 
"Saeculum" bedeutet Jahrhundert und in diesem Fall hat sich die Gruppe für das 14. Jahrhundert entschieden. Ein komplettes Wochenende leben wie damals, ohne jeglichen Komfort, kein Strom, keine Batterien, keine Streichhölzer. 
Für Bastian ist das eine ganz neue Welt, denn der Medizinstudent lebt eigentlich nur für seine Bücher und Prüfungen. Aber als er Sandra kennenlernt, geht er ihr zuliebe mit auf einen Mittelaltermarkt und lässt sich von der Atmosphäre anstecken. Es ist für ihn wie eine Reise in eine andere Welt. Und so ist er auch einverstanden, dieses Leben mal mehrere Tage auszuprobieren. Das erspart ihm auch eine Reise mit seinem herrischen Vater nach Berlin, einem berühmten Chirurgen. 
Also geht es mit dem Zug von Köln in die Berge nach Österreich, in ein abgelegenes Waldstück. Unterwegs erzählt ihm Paul von der Sage der "Blutgruft". Der Legende nach soll es dort im Mittelalter in der Gruft einer Burg ein Massaker gegeben haben.
Einige der Gruppe sind nicht begeistert vom Ziel der Reise und Doro prophezeit großes Unheil, denn es liegt ein Fluch über der Gegend. 
Tatsächlich geschehen immer wieder merkwürdige Dinge und Bastian fragt sich irgendwann, ob es tatsächlich sein kann, dass sich der Fluch des ermordeten Burgherren erfüllt. Oder steckt etwas ganz anderes hinter den Vorkommnissen? Warum benimmt sich Sandra so komisch, seit sie angekommen sind?
Und welches Geheimnis hat Iris? Hat sie wirklich nur Angst vor dem Fluch? 


Die Charaktere sind sehr vielfältig und unterschiedlich. Bastian mochte ich gleich zu Anfang, ebenso Iris, trotz ihrer zunächst kratzbürstigen Art. Oder vielleicht gerade deshalb? ;-)  Auch Steinchen war mir direkt sympathisch. Im Gegensatz zu Sandra. Und Paul. Bei beiden hatte ich ein komisches Gefühl. 

Dies war mein erstes Buch von Ursula Poznanski. Obwohl die Personen ja alle erst so um die zwanzig sind, würde ich es nicht als Jugendbuch bezeichnen. Andererseits ist es aber auch schwer in ein Genre einzuordnen. Am ehesten noch würde ich es als Spannungsroman mit einem Hauch Mystery bezeichnen. Die Autorin schreibt wunderbar anschaulich und ich konnte die Geschichte richtig vor mir sehen und hatte fast das Gefühl, dabei zu sein. Im Wald, auf der Lagerwiese, in der Burgruine. 

Auf jeden Fall wandert das Buch auf meine Favoritenliste und ich kann es jedem empfehlen, der nicht nur auf die üblichen Serienkiller-Krimis steht.


Freitag, 25. Januar 2013

Porto oder Buch? Das ist hier die Frage!

Gestern habe ich mir das neue Album der Pagan-Folk-Gruppe Faun bestellt. Sonst hatte ich erst mal keine Wünsche....obwohl meine Wunschliste bei Amazon 4 Seiten hat. *g*

Dann stand ich vor der Frage: Zahle ich nun das Porto für die CD? Oder nehme ich ein Buch dazu und "spare" das Porto dann?

Im Blog von Angelheart las ich, dass am Montag ein neues Buch von Kathryn Fox erschienen ist. Die ersten beiden Teile mit Pathologin Anya Crichton fand ich sehr gelungen, also passte es in mein Beuteschema. Nach kurzer Durchsicht stellte ich fest, dass mir der Vorgänger auch noch fehlte. Sowas Dummes aber auch! Also habe ich das auch gleich mitbestellt. Allerdings gebraucht! Irgendwie muss man ja sein schlechtes Gewissen beruhigen. ;-)




Also statt Porto zu bezahlen, bekomme ich nun 2 Bücher dazu, habe also viel mehr davon. Auch wenn ich nun sicher acht bis zehn Euro mehr bezahle. Ja ich weiß, aber das ist die Logik einer Leseratte....und die muss man auch nicht verstehen. *g*

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende. Ich denke, ich werde bis Sonntagabend "Saeculum" beenden.

Dienstag, 22. Januar 2013

Heute 50 Seiten gelesen - Danke Deutsche Bahn

Ich bin ja Berufspendler und fahre täglich mit dem Zug zur Arbeit. In gut 15 Jahren habe ich schon einiges erlebt und bin auch recht schmerzfrei geworden. Es gibt ja Menschen, die sich über jeden Mist aufregen. Denen rate ich dann gerne: Fahrt mal Bahn, dann werdet ihr geduldiger. 
Außerdem finde ich das ganz angenehm, da ich während der halbstündigen Fahrt Zeit zum Lesen habe. Sonst käme ich in der Woche kaum dazu. 

Heute früh war aber mal ein echtes Highlight, das mir so bei der Bahn noch nicht passiert ist. Wir waren gerade mal einige Hundert Meter aus dem Heimatbahnhof raus, da gab es komische Geräusche aus Richtung Dach und nach und nach wurde der Zug immer langsamer und langsamer, bis er schließlich ganz stand und keinen Ton mehr von sich gab. Diagnose: Kompletter Stromausfall. Auch die Lichter gingen zunächst aus, dann sprangen dank einer Notstrombatterie wenigstens ein paar Lampen wieder an. Ich saß unter so einer. 
Die Info war, dass wir nun mitten auf der Strecke auf unbestimmte Zeit stehen müssten, bis eine andere Lok käme, um uns in den nächsten Bahnhof zu schleppen.
Na gut, dachte ich, nicht ganz so tragisch, ich habe ja mein Buch und da ich erst auf Seite 50 war, hatte ich wenigstens Beschäftigung. Aktuell hatte ich gerade den Teil von "Saeculum", als die Teilnehmer der Convention auch im Zug zu ihrem Spielort unterwegs sind. Da läuft aber alles reibungslos, keine Stromausfälle.
Leider funktioniert ohne Strom auch die Heizung im Zug nicht und so wurde es nach einer halben Stunde doch ziemlich kalt. So richtig genießen konnte ich das Buch dann nicht mehr, aber immerhin bin ich nun bei 100 Seiten. 

Jedenfalls kam ich dann durchgefroren und hungrig etwa 2,5 Stunden später als sonst im Büro an.
Ja, die Bahn. Ist doch immer wieder spannend...Früher hätte man ein paar Kohlen mehr drauf geschmissen und die Fahrt wäre weitergegangen. Nicht immer ist technischer Fortschritt positiv *g*

Noch eine kleine Anmerkung am Rande, die mich wieder darin bestärkt hat, Bücher auch weiterhin in Printform zu lesen: Eine Frau jammerte, dass der Akku ihres E-Book-Readers gleich am Ende sei, dann könne sie gar nicht weiterlesen. *g* Tja, kann mir nicht passieren.

Sonntag, 20. Januar 2013

Vielen Dank an meine Leser

Hallo Ihr Lieben!



Mit Freude habe ich heute gesehen, dass ich mittlerweile 40 Leser habe. Das ist sooo toll und ich danke euch sehr dafür.  Natürlich schreibe ich diesen Blog in erster Linie für mich. Wenn dann aber so viele Leute anscheinend mitlesen, was ich hier so von mir gebe, dann ist das eine tolle Bestätigung. Und ein Ansporn auch fleißig weiterzumachen. ;-)

Also freut euch auf weitere Rezis, Lesetipps und Büchergeschichten in diesem Jahr. Ihr habt es so gewollt. *g*

Laurell K. Hamilton: Schwarze Träume (Anita Blake 14)

Klappentext: Eine Bar, ein schmutziger Hinterhof: Zwischen zwei Müllcontainern liegt die Leiche einer Stripperin. Vampirjägerin Anita Blake wird hinzugerufen, denn der Körper der Frau ist übersät von Bisswunden. Eine ganze Gruppe von Vampiren war hier am Werk, und mindestens einer von ihnen muss alt und mächtig sein. Anita weiß aus eigener Erfahrung, was für eine berauschende Erfahrung der Biss eines solchen Vampirs sein kann - berauschend genug, um wie das Opfer ohne Gegenwehr in den Tod zu gehen. Dieser Fall wird Anita an ihre Grenzen bringen - und darüber hinaus ...   
 
Der Klappentext für diesen 14. Teil (zumindest auf deutsch) verspricht eigentlich eine spannende Krimihandlung. Und ich hatte die leise Hoffnung, dass es diesmal vielleicht auch so sein würde.
Aber leider geht es nur am Anfang um diesen Vorfall und danach geht es wie auch schon in den zwei, drei Vorgängerbüchern fast nur um Anita, die Ardeur und ihre Männer, die sie zur Befriedigung selbiger braucht. Und irgendwie werden das immer mehr, ich hab aufgehört zu zählen. Sowohl die...naja...aktiven Szenen selbst als auch die Diskussionen darüber ziehen sich oftmals sehr lang hin.
Ich habe nichts gegen Erotik und Sexszenen in Büchern. Aber sie sollten schon in gewissem Rahmen zur Handlung beitragen und in diese eingebaut sein. Nicht umgekehrt, wie es hier eher der Fall ist. Würde man diese Szenen streichen und nur die Krimihandlung übrig lassen oder die Kapitel, in denen Anita endlich mal wieder ihrem eigentlichen Beruf nachgeht, dem der Totenerweckung, dann würden vielleicht 200 Seiten übrigbleiben. Und man hätte "Incubus Dreams" nicht teilen müssen.
Das Buch endet dann natürlich wie erwartet mit einem Cliffhanger und die Handlung wird im Mai im zweiten Teil fortgesetzt.

Leser, die die Bücher auf englisch lesen und schon weiter sind, haben mir gesagt, ich solle durchhalten, denn es würde bald wieder besser werden, wenn Anita endlich die Ardeur im Griff hat. Ich bin gespannt und werde Frau Hamilton noch eine Chance geben. Denn aus den ersten Büchern weiß ich ja, dass sie es besser kann.  Und ehrlich gesagt, Jean-Claude ist es ja auch wert...



Freitag, 18. Januar 2013

Das Winterwochenende naht

Freitag! Ein Glück! Ein neues Lesewochenende.

Mal schauen, ob ich mit meinem aktuellen Buch zum Ende komme. Ich lese ja gerade den neuen Anita Blake "Schwarze Träume". Es ist mal wieder sehr auf die Beziehung von Anita zu ihren "Männern" ausgelegt und leider weniger Krimi/Thriller. Aber trotzdem irgendwie spannend. Meine endgültige Meinung werde ich dann natürlich hier kund tun. ;-)

Ansonsten werden wir sicher auch das Winterwetter nutzen zu einem Spaziergang. Bewaffnet mit unserer Kamera, im Schnee, vielleicht mit etwas Sonne, da macht der Winter doch gleich viel mehr Spaß. Und dann nach Hause kommen und mit einem Buch auf die Couch kuscheln, einen leckeren Tee dazu...gibt es was Schöneres? :-)

Schönes Wochenende euch allen.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Das Christkind hat ein Herz für Leseratten ;-)

Hatte ich erwähnt, dass ich zu Weihnachten einen Gutschein von Amazon bekommen habe? Mein Schatz war das Christkind und ich fand das eine super Idee.

Vor ein paar Tagen dachte ich mir dann, dass ich den Gutschein nun doch mal langsam einlösen könnte. Also habe ich mal meine Wunschliste gesichtet und Prioritäten gesetzt. Ist gar nicht so einfach, sich da zu entscheiden. Seufz...

Heute kam dann meine Bestellung an:

1. Saeculum von Ursula Poznanski:
Das steht schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste, da mich der Inhalt sehr interessiert: 

Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter ohne Strom, ohne Handy , normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?

(Amazon)



2. Edens Asche (Teil 2) - Engel der Rosen von Monika De Giorgi:
Letztes Jahr habe ich den ersten Teil gelesen und fand den sehr gelungen. Also war klar, die Fortsetzung muss ich auch lesen:
„Egal wie alt wir auch werden, vor der Ewigkeit sind wir nicht mehr als ein paar Staubkörner, die irgendwann verwehen. Vieles überlebt auch uns, die Sterne, der Mond. Doch selbst sie wird es vielleicht eines Tages nicht mehr geben.“ Von tiefer Trauer und Verzweiflung erfüllt, flieht der Vampir Damian nach dem Tod seines Lehrers und Geliebten, vor seinem bösartigen Gegenspieler François nach Italien. Zuerst scheint es, als ob er uns seine Freunde endlich Frieden finden. Doch nicht nur Damians Albträume kehren zurück, sondern auch andere Nachtschatten. Sind sie wirklich die einstigen Freunde Joshuas, für die sie sich ausgeben oder Gesandte von François? Auch der rachsüchtige Vampir selbst spürt Damian schließlich auf. Der Kampf auf Leben und Tod beginnt, ebenso zum Leidwesen von Damians Geliebten. Doch nicht nur die Bedrohung durch François schwebt wie ein dunkler Schatten über Damian, sondern auch die Geheimnisse vergangener Vampirgenerationen.
(Amazon)

Sonntag, 13. Januar 2013

Der Verlag hat es schon wieder gemacht!

Letzte Woche kam mit "Schwarze Träume" ein neuer Teil der Anita-Blake-Reihe heraus. 

Als ich es Freitag anfing zu lesen, schaute ich auch nach wie der Originaltitel ist (ist so eine Angewohnheit von mir) und da stand "Incubus Dreams 1".  Super, dachte ich, also hat der detusche Verlag das Originalbuch mal wieder in zwei Teile getrennt.  Und wahrscheinlich an der spannendsten Stelle. 


Teil 2 kommt dann im Mai unter dem Titel "Blinder Hunger" raus.
Kurz hatte ich überlegt, "Schwarze Träume" wieder wegzulegen und dann im Mai beide Bücher in einem Rutsch zu lesen. Andererseits will ich auch nicht so lange warten. 


Mich nervt das mit dieser Aufteilung. Nachdem der letzte Teil ja nicht zweigeteilt war, hatte ich die Hoffnung, dass der Verlag diese Marotte wieder aufgegeben hat. Falsch gehofft...

Begründen würden sie es sicher mit der Seitenzahl des Originals, denn Teil 1 hat 570 Seiten und Teil 2 sicher auch. Also hätten wir mit ca. 1000 Seiten schon einen ziemlichen Wälzer. Für mich wäre das aber kein Grund, das Buch nicht zu lesen. Ich halte das nur für Geldmacherei. Kennt man ja schon von "Black Dagger"...




Samstag, 12. Januar 2013

Linda Castillo: Wenn die Nacht verstummt

Klappentext:
Die Eltern waren rechtschaffene Leute, gottesfürchtig und in der Amisch-Gemeinde von Painters Mill sehr angesehen. Doch nun liegen sie tot in der Güllegrube. Warum wollte der Mörder die Familie zerstören und die vier Kinder zu Waisen machen? Oder stehen diese Morde in einem Zusammenhang mit den Tätlichkeiten gegen Amische, die in letzter Zeit immer häufiger vorgekommen sind?
Für Polizeichefin Kate Burkholder hat dieser Fall höchste Priorität und gemeinsam mit ihrem Freund John Tomasetti kommt sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur, das die Idylle der kleinen Amisch-Gemeinde in Painters Mill für immer zerstören wird...




Meine Meinung:
In Teil 1 und 2 ging es ja um äußerst brutale und blutige Morde. Auch wenn das hier nicht der Fall ist, sind die Todesfälle nicht weniger schrecklich. Im Gegenteil, in einer Güllegrube zu ersticken muss sehr grausam sein.
Neben diesem Mord an der Familie, bei der vier Kinder zurückbleiben, passieren in Painters Mill in letzter Zeit einige brutale Anschläge und Übergriffe auf die Amische Gemeinde. Als Polizeichefin kann Kate Burkholder das natürlich nicht durchgehen lassen und als ehemalige Amische hat sie nach wie vor eine besondere Bindung zu den Menschen.
Hängen diese Überfälle und der Vorfall auf der Slabaugh-Farm vielleicht zusammen? Um das herauszufinden, bekommt Kate Hilfe von Agent John Tomasetti. Sein Auftauchen freut sie einerseits, macht ihr andererseits aber auch Angst, denn sie weiß inzwischen nicht mehr, wohin ihre Beziehung sie führen wird. Ist es überhaupt eine Beziehung? Und wie steht John dazu? Er hat schließlich selbst genug Dämonen aus der Vergangenheit, mit denen er leben muss.


Dieser Fall bringt Kate an ihre Grenzen, denn die zurückgebliebenen Kinder der Slabaughs erinnern sie an ihre eigene Vergangenheit und an Dinge, die sie vor Jahren begraben zu haben glaubte. Dinge, die nur Tomasetti und ihre eigene Familie wissen.
Gemeinsam mit Tomasetti kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur, das die Amischgemeinde in ihren Grundfesten erschüttert. Und Kate an ihrer Menschenkenntnis und ihrem Urteilsvermögen zweifeln lässt.
Ein toller dritter Teil. Obwohl es diesmal nicht so blutig war, wie wir es von Linda Castillo bisher gewohnt sind, war die Geschichte total spannend. Bei der Suche nach dem Täter gibt es immer wieder Wendungen.


Wie ich gesehen habe, wird es ja dieses Jahr einen weiteren Teil geben und ich hoffe, es gibt einen weiteren entscheidenden Schritt zwischen John und Kate, denn die beiden passen einfach zusammen. Sie tun sich gut, wenn ich das mal so sagen darf.  :-)

Donnerstag, 10. Januar 2013

Der Film: Die Zahlen der Toten (Linda Castillo)

Am 6. Januar 2013 lief im US-Fernsehen der Film „An Amish Murder“. Ich hab das zufällig im Netz irgendwo entdeckt und dachte: Hm? Die Story kommt dir doch bekannt vor. Tatsächlich, es ist die Verfilmung von Linda Castillos erstem Teil „Sworn to Silence“ um die Polizeichefin Kate Burkholder.

Neve Campbell spielt Kate. Kennt man ja aus der früheren Serie „Party of Five“ und den „Scream“-Filmen.
Man hat ja immer beim Lesen ein Bild vor Augen, wohl zu jedem Charakter und als ich die Fotos von Neve als Kate sah, dachte ich: Hatte ich mir zwar nicht so vorgestellt, aber passt irgendwie.

Ich lese aktuell gerade den dritten Teil „Wenn die Nacht verstummt“ und in einem Artikel zum Film war die Rede davon, dass die weiteren Bücher eventuell auch verfilmt werden. Würde mich freuen.
Und noch mehr würde es mich freuen, wenn die dann auch in Deutschland gezeigt werden. Oder zumindest auf DVD erscheinen. 




Montag, 7. Januar 2013

Sven Koch: Brennen muss die Hexe

Klappentext:
Eine grauenvolle Mordserie versetzt die Bürger von Lemfeld in Angst und Schrecken. Ein Wahnsinniger verbrennt Frauen auf dem Scheiterhaufen, nachdem er sie nach mittelalterlichen Methoden brutal gefoltert hat. »Für immer. A.G.« – diese kryptische Botschaft hinterlässt der Mörder am Tatort. Die SOKO »Flammenhimmel« ermittelt unter Hochdruck. Denn Polizeipsychologin Alexandra von Stietencron befürchtet, die bevorstehende Walpurgisnacht könnte in einem Blutbad enden …


Eine Anmerkung vorweg: Dies ist der zweite Teil von Sven Koch mit der Kriminalpsychologin Alex. Teil 1 ist "Purpurdrache", was ich aber nicht gelesen habe und ich bin auch der Meinung, das ist nicht unbedingt notwendig, denn hier werden die Geschehnisse von Teil 1 nochmal erwähnt und auch hinreichend erklärt. Und dieser Fall hat auch nichts mit dem aus "Purpurdrache" zu tun.

Es beginnt mit einem Feuer. Eine Frau wird auf einem Scheiterhaufen verbrannt und wie sich später herausstellt, war das Opfer Anhängerin des Wicca-Kultes und Mitglied eines Covens, eines Hexenzirkels.  Genau wie die Frau, die einige Tage später verbrannt wird. Nachforschungen ergeben, dass die Frauen außerdem gefoltert wurden nach mittelalterlichen Methoden aus der Zeit der Hexenverfolgung. 
Die Polizeipsychologin Alexandra recherchiert und stößt auf verschiedene Verdächtige, die sich mit dem dunklen Kapitel der Geschichte des Ortes Lemfeld, der Hexenverfolgung, beruflich oder aus privatem Interesse beschäftigen. Oder steckt doch etwas ganz anderes dahinter? Während ihre Kollegen der SOKO "Flammenhimmel" dem Täter anscheinend auf der Spur sind, scheint dieser immer einen Schritt voraus zu sein. Einzig Alex scheint es mit ihm aufnehmen und sich in ihn hinein versetzen zu können. Aber wird sie ihn rechtzeitig stoppen können, bevor weitere Menschen sterben?

Ich gebe zu, ich habe mir das Buch gekauft, da mich das Thema der Hexenverfolgung interessiert und in Verbindung mit einem Krimi habe ich mir das sehr spannend vorgestellt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist ein richtiger Pageturner, ich konnte es nur schwer aus der Hand legen. Bis zum Schluss wird man bezüglich des wahren Täters geschickt  in die Irre geführt. 
Sven Koch wollte gerne etwas schreiben zum Thema Hexenverfolgung in seinem Heimatort. Da er aber keine historischen Romane schreibt, hat er dieses Thema in die heutige Zeit geholt und die Verknüpfung mit den Thrillerelementen ist ihm sehr gut gelungen, wie ich finde.
Zu den Charakteren: Alex war mir im Großen und Ganzen sympathisch, allerdings würden mir ein paar Angewohnheiten sicher auf die Nerven gehen, wenn ich sie tatsächlich kennen würde. ;-)  Ihr Ordnungswahn zum Beispiel. Oder dass sie in ihrer Lieblingspizzeria nur auf der Terrasse isst, wegen der Essensgerüche im Inneren. Aber sie hat einen brillanten Verstand und ist in ihrem Job perfekt. Und ihre Angst vor Beziehungen kann man nachvollziehen, wenn man ihre Vergangenheit kennt.
Auch Rolf Schneider und Finja mochte ich. Ebenso Martin Rüppel. Schade für ihn...

Also ich kann "Brennen muss die Hexe" jedem empfehlen, der auf spannende Thriller und Krimis steht und Sven Koch steht internationaler Konkurrenz in nichts nach.

Eine kleine Anekdote am Rande: In der Danksagung erwähnt Sven Koch auch die Autorenkollegin Tanya Carpenter, die ihm für sein Buch einiges zum Thema Wicca erklärte, da sie diese Glaubensrichtung seit Jahren praktiziert. Ich bin ja ein großer Fan von Tanyas Vampirreihe "Ruf des Blutes", daher fand ich das sehr interessant. :-)  Schön, dass unsere deutschen Autoren so zusammen arbeiten.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Mina Hepsen: Unsterblich wie die Nacht

Klappentext: Eigentlich hätte Angelica nichts dagegen, ihre Zeit weiterhin mit ihren geliebten Büchern zu verbringen. Doch seit sie in London ist, muss sie sich in der Gesellschaft zeigen. Aber ihre Gabe, Gedanken lesen zu können, verunsichert sie. Bis sie jemandem begegnet, der sie ohne Worte zu verstehen scheint. Könnte der mysteriöse Alexander ihr Seelenverwandter sein? Oder stellt er eine tödliche Gefahr dar? In London gehen plötzlich Gerüchte über grausame Vampire um, und Aleksandrs Name fällt dabei immer öfter …


Zunächst mal die Anmerkung, dass ich es sehr schade finde, dass es weder im Klappentext noch auf dem Cover einen Hinweis darauf gibt, dass die Geschichte nicht in unserer Zeit spielt, sondern im London des Jahres 1871. Hätte ich gewusst, dass es sich um einen historischen Vampirroman handelt, hätte ich das Buch schon viel früher gelesen. Und vielleicht würde es auch anderen so gehen, bei denen eben genau diese Geschichten ins Beuteschema passen. Angesichts des Covers geht man aber erst einmal eher von einem Buch á la Lara Adrian aus. 

Angelica ist eine junge Frau Anfang Zwanzig, die nach dem Unfalltod ihrer Eltern (Mutter Engländerin, Vater Russe) mit ihrem Bruder Mikhail in London aufwächst. Zwar kümmert sich ihre Tante um sie, aber die beiden wachsen mehr oder weniger in der Obhut der Dienerschaft auf dem Lande auf. Was aus Angelica eine freiheitsliebende, kluge und eigenständige Frau gemacht hat, die die Natur, das Landleben und ihre Bücher liebt. Und ihren herzkranken Bruder und ihm zuliebe zieht sie schließlich zu ihm in die Stadt und ist nun Teil der Londoner Gesellschaft mit ihren Empfängen, Bällen und Theaterbesuchen. 
Ihre Tante möchte sie unbedingt verheiraten, aber Angelica ist davon gar nicht begeistert. Dann zwingt sie allerdings eine Nachricht ihres Anwalts und Vermögenswalters doch dazu, sich die heiratsfähigen Junggesellen näher anzusehen und auf einem dieser Bälle trifft sie auf den geheimnisvollen Alexander. Obwohl er arrogant, kühl und distanziert ist, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und endlich scheint sie jemanden getroffen zu haben, die mit dem selben Fluch gestraft ist, wie sie: die Gedanken anderer Menschen lesen zu können. Und sie hofft, dass er ihr endlich zeigen kann, wie man damit umgeht.
Alexander seinerseits ist fasziniert von der jungen Frau mit dem starken Geist, der kraftvollen Ausstrahlung und dem süßen Duft ihres Blutes. Allerdings kann er es im Moment gar nicht gebrauchen, von seiner Aufgabe abgelenkt zu werden, denn er ist das Oberhaupt des Ostclans der Vampire und soll in London einen abtrünnigen Vampir zur Strecke bringen, der brutal Menschen ermordet und somit auf die im Verborgenen lebenden Vampire aufmerksam macht. Außerdem scheint auch noch ein Vampirjäger sein Unwesen zu treiben. Aber immer wieder kreuzt Angelica seine Wege und das bringt nicht nur die junge Frau in Gefahr...

Mit hat das Buch super gefallen. Ich mochte Angelica gleich auf Anhieb, sie war mir total sympathisch und ich konnte mich gut in sie hinein versetzen. Weitere positive Charaktere waren für mich Mikhail, Joanna, Kiril sowie Margaret und James. 
In einigen Kritiken habe ich gelesen, das Buch sei wenig spannend und sehr vorhersehbar. Gut, das Ende ist sicher zu erwarten, aber die mangelnde Spannung kann ich nicht bestätigen, im Gegenteil. Ich dachte immer "Ach noch ein Kapitel" und konnte es kaum aus der Hand legen. 
Ich bin ja immer skeptisch, was die Art der Vampire betrifft, denn die modernen, abstinenten, "glitzernden" Vampire sind nicht so mein Ding. Mina Hepsens Vampire sind dagegen eine gute Mischung aus dem alten Mythos und zeitgenössischen Blutsaugern. Sie haben ihre festen Regeln und Gesetze, um in der Gesellschaft der Menschen nicht aufzufallen, leben aber doch nach einem alten Codex. Hierdurch wirken sie sehr realistisch, was die Existenz einer solchen "Rasse" durchaus denkbar macht... ;-)

Also ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen. 



Dienstag, 1. Januar 2013

Ausblick auf 2013 - Vorsätze und Vorbestellungen

Zunächst wünsche ich natürlich allen ein frohes neues Jahr und hoffe, ihr seid alle gut rein gekommen.

Es gibt da ja diese Tradition der "Guten Vorsätze" für das neue Jahr. Macht ihr sowas? Also ich habe es irgendwann aufgegeben, bringt eh nicht viel.

In Bezug auf Bücher und Lesen habe ich mir aber vorgenommen, einfach mehr zu lesen in diesem Jahr. Urlaubsbedingt hat das schon die letzte Woche sehr gut geklappt, mal schauen, ob es auch noch funktioniert, wenn ich nächste Woche wieder arbeiten muss. 
Und ich möchte wirklich versuchen, meinen Buchkauf ein wenig einzuschränken und erst einmal meinen SUB abzuarbeiten. Ausnahmen sind neu erscheinende Teile von Serien, die ich regelmäßig lese und auf dem aktuellen Stand bin. Und Bücher, die schon eeewig auf meiner Wunschliste stehen und 2013 endlich als Taschenbuch erscheinen.

Ein paar Vorbestellungen gibt es auch schon, die mussten einfach sein:


1. Laurell K. Hamilton: 
    Schwarze Träume 

2. Laurell K. Hamilton:
     Blinder Hunger


3. Charlaine Harris: 
    Cocktail für einen Vampir
  
4. Jim Butcher: Wandel