Freitag, 28. April 2017

Langes Lesewochenende

Juhuu! Es ist Freitag und mit dem Feiertag am Montag haben wir ein langes Wochenende und somit noch mehr Zeit zum Lesen.

Ich habe gestern mit dem zweiten Teil der Darkest-London-Reihe von Kristen Callihan begonnen: "Im Bann des Mondes". Bisher gefällt es mir sehr gut, das werde ich dann mal weiterlesen.

Und wenn das Wetter tatsächlich gut wird, werde ich mich auch mal um unseren Balkon kümmern und die Winterblumen schon mal entsorgen. 

Und denkt dran, Mädels, für Sonntag schon mal die Besen aufzuhübschen, denn schließlich ist Walpurgisnacht, das keltische Frühlingsfest Beltane. Mehr dazu könnt Ihr auf meinem anderen Blog lesen. 

Walpurgisnacht


Also habt ein schönes Wochenende! 

Mittwoch, 26. April 2017

"Die Tochter des letzten Königs" von Sabrina Qunaj

Wales 1093: Nesta ist acht Jahre alt, als Normannen ihr Heim in Dinefwr überfallen, die meisten ihrer Familie ermorden und sie selbst als Gefangene mitnehmen nach Shrewsbury Castle, dem Hauptsitz der Familie de Montgomery. Arnulf de Montgomery ist klar, dass sie mit ihrem königlichen Blut eine wertvolle Geisel ist. Ein paar Jahre wächst sie dort auf und leidet vor allen Dingen unter dem grausamen Burgherren. Als dann eines Tages der König William Rufus zu Besuch kommt, erregt Nesta die Aufmerksamkeit des Bruders des Königs, Henry de Normandie. Henry nimmt sie schließlich mit an den Hof in London und Nesta lernt ein ganz neues Leben kennen. Mit den Jahren wird klar, dass Henry mehr als nur Freundschaft für Nesta empfindet und auch Nesta fühlt sich zu ihm hingezogen. Aber dann stirbt William und Henry wird König. Damit zerplatzen Nestas Träume von einer gemeinsamen Zukunft. Henry heiratet eine schottische Königstochter und Nesta wird eine ihrer Hofdamen.  
Schließlich gibt Henry sein Mündel einem von Nestas Feinde aus ihrer Kindheit zur Frau und mit ihm geht sie zurück nach Wales. Wird es durch diese Verbindung wirklich gelingen, dem Land ihrer Vorfahren endlich Frieden zu bringen? Denn auch die walisischen Rebellen wissen, dass sie als Fürstentochter der Schlüssel zur Macht in Wales ist. 



Ich muss sagen, ich habe lange keinen historischen Roman gelesen, der mich so mitgerissen berührt hat. Und das lag zum großen Teil an der Hauptfigur. Ich mochte Nesta von Anfang an, habe mich mit ihr gefreut und mit ihr gelitten. Ihr Mut, ihre Loyalität und ihr Stolz haben mich sehr berührt. Die Autorin hat ihren inneren Kampf sehr gut rüber gebracht. Zum Einen ist da das Land ihrer Väter, ihre Heimat, die ihr eigentlich zusteht. Aber sie möchte auch nichts lieber, als das endlich Ruhe und Frieden in Wales herrscht. Und dafür ist sie bereits, viel zu tun und Opfer zu bringen, ebenso für ihre Familie.
Auch ist es Sabrina Qunaj wunderbar gelungen, Fiktion und historische Figuren und Ereignisse miteinander in Einklang zu bringen, so dass man sich durchaus vorstellen kann, dass alles wirklich so passiert sein könnte. Im Nachwort steht einiges zu ihren Recherchen und man erfährt noch mehr über Nesta und ihre Familie. Auf jeden Fall merkt man dem Buch die gute Recherchearbeit an und dass es mit viel Herzblut geschrieben wurde. 

Der Schreibstil gefällt mir gut, die Sprache ist nicht zu modern, aber schon dem Leser von heute angepasst. Das Ganze ist anschaulich erzählt und die Beschreibung der walisischen Landschaft hat mich direkt beim Lesen dabei sein lassen. Man erfährt viel über geschichtliche Ereignisse und Zusammenhänge und auch die Mystik des Landes kommt nicht zu kurz. Als Beispiel sei da der Milan genannt oder auch der Brauch von Calan Haf, dem walisischen Beltane. 

Neben Nesta haben mir die Darstellung von Henry und Gerald am besten gefallen. Als König ist Henry als erstes für sein Land verantwortlich und sicher muss er da oft Entscheidungen treffen, die er als "normaler" Mann vielleicht nicht so entschieden hätte. Ich denke, trotz allem war er ein guter König für die damalige Zeit. 
Gerald de Windsor mochte ich auch und manchmal dachte ich, dass Nesta ihm gegenüber unfair ist, denn immerhin hat er sie damals gerettet. Über die Entwicklung bei beiden habe ich mich deswegen dann auch gefreut.
Auch bleibt eigentlich keiner der vielen Charaktere im Buch blass und farblos, jeder hat irgendwie seine oder ihre Geschichte und nichts ist nur schwarz oder weiß. Selbst Owains Beweggründe konnte ich teilweise nachvollziehen, auch wenn er jetzt nicht wirklich ein Sympathieträger ist. 

Ich fand es jedenfalls sehr interessant, mit Nesta ein weiteres Mitglied der Tudor-Dynastie kennen zu lernen und habe sie sehr gerne über einen Zeitraum von mehr als zwanzig Jahren durch die Höhen und Tiefen  ihres Lebens begleitet. Und ich werde auf jeden Fall die Forsetzungen "Das Blut der Rebellin" und "Der Ritter der Könige" auch lesen.

Fazit: Ein rundum gelungener historischer Roman mit einer mutigen und sympathischen Heldin, spannend und lebendig erzählt, mit Herz und auch Humor. 

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥




Sonntag, 23. April 2017

Zum heutigen Welttag des Buches

Ich hoffe, ihr hattet oder habt noch einen schönen Welttag des Buches.

Ich konnte heute doch noch ein bisschen lesen und so den Tag auch entsprechend "feiern". :-)






Samstag, 22. April 2017

Buchverlosung zum Welttag des Buches


Da ich morgen tagsüber nicht zuhause bin, schreibe ich heute schon mal mehr zu meiner Verlosung. 

Wie schon vorgestellt, könnt Ihr hier von Mary Higgins Clark den Thriller "Du entkommst mir nicht" gewinnen.  



Zum Inhalt: Als die Strafverteidigerin Emily in das Haus ihrer urgroßmutter zieht, ahnt sie nichts von den schrecklichen Funden, die man auf dem Grundstück machen wird: die sterblichen Überreste zwei Frauen, die im Abstand von 100 Jahren verschwanden. Emily forscht nach und kommt der Wahrheit gefährlich nahe und damit einem Killer, der keine Gnade kennt...

Das Buch ist eine sehr schöne Sonderausgabe als Hardcover und natürlich neu und ungelesen. 

Und wie könnt ihr das Buch gewinnen? Ganz einfach. Schreibt einfach ab morgen hier einen Kommentar. Ihr habt Zeit bis zum 30. April, denn in der Walpurgisnacht wird dann die Hexe ihren Zauberstab nehmen und den Gewinner auswählen. 😉

Viel Glück und euch allen einen schönen Welttag des Buches!





Freitag, 21. April 2017

Der Countdown läuft....


In zwei Tagen ist es endlich soweit: Welttag des Buches. Und damit startet auf vielen Blogs die Aktion "Blogger schenken Lesefreude". Auch bei mir. 

Ich stelle Euch hier schon mal kurz vor, welches Buch ich verlosen werde:




Neugierig geworden? Dann schaut am Sonntag doch wieder vorbei, da gibt es weitere Infos. 

Bis dahin wünsche ich euch schon mal ein schönes Wochenende. Die Wetteraussichten laden ja zum Lesen auf der Couch ein. 





Dienstag, 18. April 2017

Noch fünf Mal schlafen...

Dann ist Feiertag der Leseratten und Büchereulen. Der "Welttag des Buches" steht vor der Tür.

Dieses Jahr werde ich auch wieder bei dieser Aktion dabei sein:



Mehr dazu in den nächsten Tagen. Schaut einfach wieder vorbei.


Donnerstag, 13. April 2017

Das lange Osterwochenende steht vor der Tür


Und die Wetteraussichten laden wohl eher zum Lesen auf der Couch ein, als zum Eiersuchen draußen im Freien. 

Nun, wir sind auf jeden Fall von Freitag bis Montag in Trier und schauen uns die alte Römerstadt an. Hoffentlich nicht im Dauerregen.  😩

Jedenfalls werde ich mein Buch "Die Tochter des letzten Königs" mitnehmen und vielleicht komme ich ja zwischendurch doch mal ein wenig zum Lesen. 

Ich wünsche euch ein schönes und gemütliches Osterfest und vielleicht legt der Osterhase ja doch das eine oder andere Buch ins Nest. 

Freitag, 7. April 2017

10 Jahre eine Büchereule


Am 8. April 2007 habe ich mich im Bücherforum "Die Büchereule" angemeldet. Morgen bin ich also seit 10 Jahren eine Büchereule und immer noch sehr gerne dort. 


Insgesamt hat das Forum mehr als 12.000 angemeldete User, sicher sind nicht alle davon aktiv, aber trotzdem ist im Eulennest immer ganz schön was los. Es gibt Büchervorstellungen, Rezensionen sortiert nach Themen und Genres, Leserunden und jede Menge Plauderthemen und Challenges. Und natürlich die legendären Eulen-Wichtelaktionen. 😊

Ich fühle mich jedenfalls bei den Büchereulen sehr wohl und hoffe, dass es noch viele Jahre bestehen wird. 

Schaut doch mal vorbei: Büchereule.de

Buchstabensalat zum Wochenende


Es ist mal wieder Freitag. Und das ist auch gut so. 😊

Gestern habe ich mit dem ersten Teil einer historischen Krimireihe von Derek Meister begonnen: Rungholts Ehre. Es liegt schon länger auf meinem SUB und jetzt war es einfach mal "dran". Die ersten 50 Seiten habe ich geschafft und es scheint auch gut zu werden. Allerdings sind die mehr als 500 Seiten recht klein geschrieben, da werde ich wohl bis Montag nicht so weit kommen.
Denn am Montag beginnt in einem Bücherforum eine Minileserunde zu Sabrina Qunajs "Die Tochter des letzten Königs". Na mal sehen, vielleicht unterbreche ich den Herrn Rungolt dann halt. Ich lese nämlich ungern zwei Bücher gleichzeitig, zumindest, wenn es dasselbe Genre ist.

Ansonsten mal schauen, was das Wochenende bringt. Der Sonntag soll ja richtig schön werden. Das passt, denn da sind wir auf einem Oldtimertreffen. 😉

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende mit ausreichend Lesezeit. 









Donnerstag, 6. April 2017

"Ostseetod" von Eva Almstädt


In einem Dorf an der Ostsee verschwindet ein elfjähriges Mädchen. Kommissarin Pia Korittki von der Polizei in Lübeck ermittelt mit ihren Kollegen auf Hochtouren. Aber die Einwohner von Grotenhagen sind der Meinung, die Polizei unternimmt nicht genug und formen selbst eine Bürgerwehr. Bald darauf wird im Wald erhängt an einer Brücke die Leiche eines Mannes gefunden. War es Selbstmord und er der Entführer von Lara? Oder war es doch Mord? Gibt es überhaupt eine Verbindung zwischen ihm und dem Mädchen?
Pia weiß, dass jede Sekunde zählt. Sie ist selbst Mutter und kann gut verstehen, was die Angehörigen durchmachen. Dann verschwindet ein weiteres Mädchen...

"Ostseetod" ist schon der 11. Fall für Pia Korittki, die gleich zu Beginn ihre Beförderung feiert. Mit Martin Rist hat sie nun leider auch einen neuen Vorgesetzten und die Zusammenarbeit wird nicht einfach werden. Es dauert dann auch nicht lange, bis es knallt zwischen den beiden.
Ich selbst habe erst bei Band 9 mit der Reihe begonnen und kann sagen, ich hatte keine Schwierigkeiten so spät erst einzusteigen. Hier taucht zwar jemand aus Pias Vergangenheit auf, der wohl in früheren Teilen schon mal dabei war, aber ich konnte dem Ganzen trotzdem folgen. Die Autorin liefert ausreichend Erklärungen für Quereinsteiger. 😊

Wie auch in den beiden anderen Teilen davor, nimmt man als Leser auch am Privatleben einiger Ermittler teil, allen voran an dem von Pia. Das Private nimmt aber nicht zu viel Raum ein, der Kriminalfall und die Ermittlungen stehen auf jeden Fall im Vordergrund.

Was den Fall betrifft, so ist der gut geschrieben, spannend erzählt und von Beginn an logisch aufgebaut. Ich hatte zwar irgendwann eine Ahnung, was den Täter betrifft, aber ganz sicher war ich mir bis zum Schluss nicht.
Das Leben in dem Dorf kann ich mir durchaus so vorstellen und ich empfand das Ganze deswegen auch als durchaus realistisch.
Die Charaktere sind authentisch, vielschichtig und kleine menschliche Schwächen machen sie sympathisch, besonders die der Ermittler wie Pia oder Broders.
Die anschaulichen Landschaftsbeschreibungen an der Ostsee machen das Buch zu einem unterhaltsamen und lesenswerten Regionalkrimi.

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥




Freitag, 31. März 2017

Nur mal so...weil Freitag ist ;-)


Dieses Bild passt einfach sowas von gut auf alle Bücherwürmer, das möchte ich euch nicht vorenthalten:




In diesem Sinne wünsche ich euch ein tolles, sonniges und lesereiches Wochenende.


Donnerstag, 30. März 2017

"Dünentod" von Sven Koch

Der zweite Fall für das ostfriesische Ermittlerduo Tjark Wolf und Femke Folkmer. 

Bei einem Hafenfest in Wilhelmshaven wird die Polizistin Ceylan niedergestochen. Femke Folkmer, die nach den Ereignissen in Werlesiel nun bei der Kripo in Wilhelmshaven arbeitet, ist bei ihr, kann den Angriff aber in der Menschenmenge auch nicht verhindern. Da Femke wegen persönlicher Verwicklung eigentlich nicht ermitteln darf, spürt sie Tjark Wolf auf, der nach Werlesiel suspendiert wurde und in Dänemark untergetaucht ist. Er kommt zurück nach Ostfriesland und zusammen mit Femke und ihrem Kollegen Fred sucht er nach dem Täter. Dabei stoßen sie auf rivalisierende Motorradgangs und einen Mann, der nach einem Waffenkauf offensichtlich Größeres plant. Auf seinem Hof finden sie jede Menge Material zum Bau von Bomben sowie Pläne der Nordseefähren. Was hat er vor? Können Tjark und Femke ihn noch rechtzeitig stoppen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Der eigentliche Klappentext ist meiner Meinung nach unpassend, denn er erzählt im Grunde nur das, was im letzten Drittel des Buches passiert und verrät auch schon viel zu viel über die Geschichte. Wahrscheinlich, um möglichst viel Spannung und Action zu versprechen. 
Dabei wäre das eigentlich gar nicht nötig, denn die Geschichte entwickelt sich gewohnt spannend bis hin zum Showdown. Dafür sorgen auch die ständigen Wechsel in der Erzählperspektive, denn es wird kapitelweise aus der Sicht von Femke, Tjark oder des Täters erzählt. Oft kommt es zum Cliffhanger, was natürlich den Leser dazu bringt, dran zu bleiben. Dafür sorgen auch die oft sehr kurzen Kapitel, besonders zum Schluss. 

Zu den Charakteren: Femke Folkmer ist ja nun nicht mehr im kleinen Werlesiel als Polizistin tätig, sondern bei der Kripo in Wilhelmshaven. So ganz ist sie damit nicht zufrieden, denn das Aufgabengebiet ist hier natürlich ein anderes und bringt mehr Verantwortung mit sich. Dass sie an sich zweifelt, kann ich gut nachvollziehen. Trotzdem meistert sie ihren Job sehr gut, als es darauf ankommt.
Tjark Wolf, der Comicfan, sieht sich und seine Kollegen Ceylan, Fred und Femke mehr als einmal als die "Fantastic Four" und diese gilt es zu beschützen. Für ihn sind sie sowas wie seine Familie und das macht ihn sympathisch. Er handelt meistens, ohne an die Konsequenzen zu denken, was in seiner Situation natürlich fatal ist, wenn er seinen Job wiederbekommen möchte. Ein Hitzkopf mit einem guten Kern, würde ich sagen. 

Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich den ersten Teil gelesen habe und ich konnte mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern. Das war aber nicht schlimm und zeigt, dass man "Dünentod" auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. 
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, alleine schon wegen der Locations, die mir sehr bekannt sind, da ich schon oft in Ostfriesland an der Küste war. So einen Wiedererkennungswert finde ich immer klasse. Auch wenn ich jetzt sicher immer an diese Geschichte denken werde, wenn ich mal wieder in Bensersiel am Hafen stehe und eine Fähre auf dem Weg nach Langeoog sehe...

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥




Montag, 20. März 2017

Zum Frühlingsanfang


Das heutige Google-Doodle finde ich zu knuffig, das muss ich einfach hier posten zum Frühlingsbeginn. Dabei muss ich an unseren Kasimir denken. *g*







Sonntag, 19. März 2017

"Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten" von Robert C. Marley



London 1893. Der Goldschmied Gordon Wigfield wird tot in seiner Werkstatt aufgefunden, brutal ermordet. Chief Inspector Donald Swanson von Scotland Yard übernimmt den Fall. Und es dauert nicht lange, da wird ein weiterer Toter aufgefunden, ebenfalls aus der Goldschmiedebranche. Wer hatte es auf die Männer abgesehen? Und was hat der berüchtigte Hope-Diamant damit zu tun?
Bei ihren Ermittlungen stoßen Swanson und sein Sergeant auch auf so berühmte Persönlichkeiten wie Oscar Wilde und Arthur Conan Doyle.  Sind sie ebenfalls in die Morde verwickelt?

"Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten" ist der erste Teil der historischen Krimireihe, die im viktorianischen London spielt. Ich hatte bisher nur Gutes davon gehört und muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. 
Von Anfang an wurde ich gut unterhalten, der Schreibstil gefiel mir. Die Sprache ist authentisch, würde ich sagen, nicht zu modern, aber auch nicht zu altmodisch. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und glaubwürdig dargestellt. 
Manchmal musste ich schmunzeln, denn zwischendurch gibt es immer wieder Momente mit dem bekannten englischen Humor. 
Gut gefallen hat mir auch, dass Marley bekannte Figuren in die Story eingebaut hat, die tatsächlich gelebt haben, wie Oscar Wilde oder Holmes-Erfinder Sir Arthur Conan Doyle. 
Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Ganz zum Schluss hatte ich zwar einen Verdacht bezüglich des Täters, aber bis dahin tappte ich im Dunkeln. 

Alles in allem ein vielversprechender Auftakt zu einer historischen Krimireihe, die auf jeden Fall weiter verfolgen werde. Teil 2 lautet "Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper". Hierauf wird auch schon im "Hope-Diamant" ein paar Mal kurz eingegangen und ich bin gespannt, wie der Autor das Ganze umgesetzt hat.


Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥




Freitag, 17. März 2017

Welttag des Buches 2017

Nicht mehr lange und es ist wieder soweit: Der Feiertag aller Leseratten, Büchereulen und Buchgesichter ist wieder da:



Wie jedes Jahr gibt es auch dieses Mal sicher wieder viele Aktionen rund um Bücher und das Lesen. Mehr dazu findet ihr auch auf der Website.

Und auch viele Blogger beteiligen sich an einem solchen Tag natürlich. Ich weiß noch nicht, was ich dieses Mal mache. Im letzten Jahr habe ich ja einen ausführlichen Beitrag zu meinem Lieblingsbuch "Dracula" gebracht mit Interviews von einigen Vampirbuch-Autoren. Leider war Bram Stoker nicht dabei. *g*

Auch "Blogger schenken Lesefreude" geht wieder an den Start. Schaut doch mal bei:





Mittwoch, 15. März 2017

"Das Hexenmädchen" von Max Bentow

In Berlin geht anscheinend ein Serienmörder um. Nacheinander werden drei Opfer gefunden, brutal ermordet und zur Schau gestellt. Kommissar Nils Trojan sucht fieberhaft nach dem Täter, um weitere Morde zu verhindern.
Dann verschwinden auch noch zwei Mädchen. Gibt es da einen Zusammenhang? Beide Kinder sprachen vor ihrem Verschwinden von einer Hexe, die sie anscheinend in Angst und Schrecken versetzte. Und beim Anblick der Toten muss Trojan unweigerlich an Hänsel und Gretel denken. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

Das Hexenmädchen ist der vierte Teil der Thriller-Reihe um Kommissar Nils Trojan aus Berlin. Der chronisch erschöpfte Polizist kommt auch diesmal nicht zur Ruhe. Seine Panikattacken und Angstzustände machen ihm nach wie vor zu schaffen. Hinzu kommt noch sein schlechtes Gewissen, weil er kaum Zeit für seine Tochter hat, die im Moment bei ihm wohnt. Und auch die Beziehung zu Jana leidet darunter. Keine einfachen Voraussetzungen, um einen Mörder zu jagen. 
Die Geschichte um die Morde ist gut konstruiert, der Schreibstil gewohnt flüssig und durch die häufigen Perspektivwechsel bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Zwischendurch gibt es Andeutungen, die einen anderen Täter vermuten lassen. Die Auflösung hätte ich dann auch nicht so vermutet.

Alles in allem hat mich das Buch wieder gut unterhalten, wie auch schon die Vorgänger. Allerdings war es mir hier manchmal schon etwas zu viel mit Trojans ständiger Übermüdung, seinen Angstzuständen, Panikattacken usw. Ich denke, im echten Leben, wäre ein Polizist wie er schon krankheitsbedingt aus dem Verkehr gezogen worden. Jedenfalls hoffe ich das.
Aber Das Hexenmädchen ist ja "nur" ein Buch. Das ich Thrillerfans auch durchaus empfehlen kann, ohne dass man die ersten drei Teile unbedingt gelesen haben muss.

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ 







Donnerstag, 9. März 2017

Rezensionen schreiben lohnt sich :-)


Ich bin seit einiger Zeit in der Lesejury  des Bastei Lübbe Verlages. In dieser Community kann man seine Bücher inventarisieren und katalogisieren, Rezensionen schreiben und an Leserunden teilnehmen. Und für viele Aktionen bekommt man Bonuspunke, für die man sich dann Prämien aussuchen kann.
Ich hatte nun über 2000 Punkte zusammen und habe diese eingelöst für "Ostseetod" von Eva Almstädt. Freu! Das stand sowieso auf meiner Wunschliste und nun kommt es zu mir. 




Jetzt habe ich zwar nur noch 70 Bonuspunkte, aber egal. Da kommen sicher bald wieder welche dazu. *g*





Samstag, 4. März 2017

"Wer sich in Gefahr begibt" von Ann Granger

Elizabeth Martin kommt im Jahr 1864 nach London, um eine Stelle als Gesellschafterin bei der wohlhabenden Julia Parry anzutreten, der Witwe ihres Patenonkels. Gleich nach ihrer Ankunft auf dem Weg vom Bahnhof sieht Lizzie, wie man im Armenviertel Agar Town eine tote Frau auf einem Karren weg bringt. Hier werden die Häuser abgerissen, um einen neuen Bahnhof zu bauen, ohne Rücksicht auf die Schicksale der Menschen, die hier lebten. 
Angekommen am vornehmen Dorset Place erfährt sie dann, dass ihre Vorgängerin vor einigen Wochen anscheinend spurlos verschwunden ist. Die Umstände sind sehr mysteriös und Lizzies Neugier ist geweckt. Besonders als im Hause von Mrs. Parry Inspector Benjamin Ross von Scotland Yard auftaucht, der den Tod der jungen Frau aus Agar Town untersucht und Fragen nach Lizzies Vorgängerin stellt. Als Lizzie in Ben einen Jungen aus den Kohleminen ihrer Kindheit in Derby wiedererkennt, hilft sie ihm bei den Recherchen und der Suche nach dem Mörder.

Dies ist der erste Teil der historischen Krimireihe von Ann Granger mit Lizzie Martin und Benjamin Ross. Mir hat "Wer sich in Gefahr begibt" gut gefallen. Ganz besonders Lizzie mochte ich gleich, denn für eine junge Frau zu der Zeit ist sie sehr unkonventionell, lässt sich nicht unterkriegen und auch nicht bevormunden. Was ihr das Leben natürlich nicht leichter macht. Und auch ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn macht ihr oft Schwierigkeiten.
Benjamin Ross bleibt sich ebenfalls treu und hat nie vergessen, woher er kommt und wem er seinen Werdegang zu verdanken hat. Auch von der so genannten "besseren Gesellschaft" lässt er sich nicht einschüchtern.
Ann Granger schreibt gewohnt flüssig und anschaulich. Die Schuttberge in Agar Town, die von Kohlenstaub schwarze Luft in Derby, der dichte Nebel in London, das alles wird lebendig in der Geschichte. Auch ein Teil von Sozialkritik schwingt mit, denn anscheinend interessiert es nur Lizzie, was mit ihrer Vorgängerin passiert ist. Auch der Satz von Lizzies Vater: "Vergiss niemals den wahren Preis von Kohle" macht nachdenklich, denn für den Komfort der Reichen mussten Kinder in den Minen arbeiten. 

Insgesamt ist dieser Krimi zwar eher unaufgeregt, aber deswegen keineswegs langweilig. Die Auflösung überraschte mich auch nicht wirklich, aber das fand ich nicht weiter schlimm. Zwischendurch gab es immer wieder neue Entwicklungen und Verdächtige, wodurch die Spannung erhalten blieb.

Ich werde auf jeden Fall die weiteren Teile auch lesen, da ich wissen möchte, wie es mit Lizzie und Ben weitergeht. 

2. Neugier ist ein schneller Tod
3. Ein Mord von bess'rer Qualität
4. Ein guter Blick fürs Böse
5. Die Beichte des Gehenkten
6. Die Tote von Deptford

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥




Donnerstag, 2. März 2017

Geburtstagswichteln


In Bücherforen gibt es ja neben dem Quatschen über Bücher auch immer wieder nette kleine Aktionen, wie z. B. das Bücherwichteln zum Geburtstag. 

Dieses Mal wurde ich in Ullis Büchercafe von einer anderen Userin beschenkt. 



Diese beiden Seitlinge sind am Dienstag neu bei mir eingezogen und natürlich habe ich mich riesig gefreut.
Außerdem gab es noch "leckeres" Duschgel dazu. 😊

Vielen Dank noch mal, liebe Charlie, für die schönen Sachen. 




Donnerstag, 23. Februar 2017

"Chicagoland Vampires - Teuflische Bisse" von Chloe Neill


Dies ist bereits der neunte Teil der Urban Fantasy Reihe und er hat mir wieder sehr gut gefallen. 
Er knüpft beinahe nahtlos an das Ende des vorherigen Bandes an, in dem Ethan Sullivan, Meistervampir des Hauses Cadogan, verhaftet werden soll, weil er einen Vampir des Greenwich Presidiums getötet hat. Obwohl dieser Harold Monmoth das Haus heimtückisch angegriffen und Ethan in Notwehr gehandelt hat.  
Zusammen mit Merit, Hüterin des Hauses und außerdem seine Verlobte, taucht er unter und versteckt sich außerhalb von Chicago im Haus der Breckenridges, einer Familie von Formwandlern. Dort findet gerade das große Frühlingsfest aller Formwandler statt, weswegen auch Gabriel Keene, Anführer des Zentral-Nordamerika-Rudels mit seinen Leuten dort ist. Auch Mallory, Merits beste Freundin und ihr Freund Catcher, beides Hexenmeister, sind eingeladen. 
Das fröhliche Fest endet allerdings in einem Blutbad, denn die Formwandler werden angegriffen von Wesen, die es eigentlich nicht gibt: Harpyien. Mallory und Catcher sind sich sicher, dass Magie im Spiel ist und irgendjemand diese nutzt, um Übernatürliche anzugreifen. 
Es gibt mehrere Tote und Verletzte und Gabriel bittet Merit und Ethan um Hilfe bei der Suche nach den Tätern. Dabei hat Ethan eigentlich genug Probleme am Hals, denn die Bürgermeisterin von Chicago will an ihm anscheinend ein Exempel statuieren, um die Vampire endgültig als blutrünstige und gefährliche Monster anzuprangern und den Hass in der Öffentlichkeit zu schüren.
Und dann taucht auch noch ein Mitglied des Greenwich Presidiums bei Merit auf und fordert einen Gefallen ein, der ihr ganzes Leben mit Ethan ändern würde. Aber darf sie als Hüterin des Hauses Cadogan wirklich so egoistisch sein und ihr privates Glück über das Wohlergehen der Vampire stellen? Keine leichte Entscheidung...

Es passiert mal wieder jede Menge in Chicago. Die Welt der Übernatürlichen kennt anscheinend keine ruhigen Zeiten. Die Vampire von Haus Cadogan haben wieder alle Hände voll zu tun, allen voran Merit, die ihren Geliebten und Meister beschützen muss. 
Von Anfang an gelang es der Autorin wieder, mich an das Buch zu fesseln. Die Geschichte ist wie immer flüssig und anschaulich erzählt, mit witzigen und emotionalen Momenten und auch die Action kommt nicht zu kurz. 
Es gab ein Wiedersehen mit vielen Protagonisten, die mir inzwischen ans Herz gewachsen sind wie die Vampire von Haus Cadogan, Jonah, Merits Großvater, Jeff, Gabriel und sein Rudel. Auch ein paar neue Charaktere tauchen auf, wie z. B. ein starker und brummiger Formwandler, der aber beim Anblick eines hilflosen Kätzchens dahin schmilzt. *g*
Außerdem wird die Existenz einer weiteren übernatürlichen Spezies bekannt und ich bin gespannt, ob diese in den Folgebänden noch mal auftauchen. 
Gefallen hat mir auch die Weiterentwicklung der Figuren. Merit hat sich inzwischen voll und ganz in ihre Aufgabe als Hüterin eingefügt und steht zu Hundert Prozent hinter der Philosophie des Hauses und ihres Meisters. Auch Mallory weiß ihre Kräfte zu nutzen und versucht alles, sie für das Gute einzusetzen. 

Das Ende verspricht jedenfalls eine spannende Weiterführung der Geschichte und ich freue mich schon darauf zu lesen, wie es mit Ethan, Merit und dem Greenwich Presidium weitergeht.

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥ 









Mittwoch, 22. Februar 2017

Sie werden so schnell groß!


Wie ich festgestellt habe, wird mein kleiner Bücherblog heute schon 5 Jahre alt. Kaum zu glauben, wo ist die Zeit geblieben? 

Am 22. Februar 2012 wurde er "geboren". 😊 Bis dahin hatte ich meine Rezensionen auch auf meinem anderen Blog Blackfairys Welt veröffentlicht. Aber dann sollte etwas Eigenständiges her, bei dem es nur um mein liebstes Hobby ging, die Bücher und das Lesen sowie alles, was damit zusammenhängt.  

Seitdem sind also fünf Jahre vergangen. Eine Statistik, wie viele Bücher ich in der Zeit gelesen habe oder wie viele Rezensionen geschrieben, habe ich jetzt mal nicht erstellt. Aber es waren sicher eine Menge. 
Auf jeden Fall habe ich viele tolle Bücher gelesen, mit ihnen andere Zeiten, Welten, Länder und Städte bereist und auch viele neue Charaktere ins Herz geschlossen. 

114 Follower hat mein Blog inzwischen und darüber freue ich mich natürlich sehr. Vielen Dank euch allen.

Und ich freue mich natürlich, wenn ihr auch weiterhin hier vorbei schaut und den einen oder anderen Kommentar hinterlasst. 

Also dann...auf die nächsten fünf...zig Jahre in der Bloggerwelt! 😊 

In diesem Sinne....





Donnerstag, 16. Februar 2017

"Sturmherz" von Corina Bomann


Alexa Petri erhält die Nachricht, dass ihre Mutter Cornelia nach einem Schlaganfall im Koma liegt. Jemand muss sich um die Vormundschaft kümmern, aber zunächst zögert Alexa, denn sie hat seit Jahren ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter. Als Alexa elf Jahre alt war, ist etwas in der Familie geschehen, das sie bis heute nicht versteht und danach veränderte sich Cornelia. 
Aber irgendjemand muss sich kümmern, denn außer ihrer Tochter hat Cornelia niemanden mehr. Also pendelt Alexa zwischen Berlin, wo sie als Literaturagentin arbeitet und Hamburg, wo ihre Mutter lebt und einen kleinen Buchladen führt, hin und her. In Cornelias Unterlagen findet sie dann einen Brief und plötzlich erscheint ihr ihre Mutter in einem ganz anderen Licht. Als junge Frau war diese anscheinend ein Opfer der verheerenden Sturmflut von Hamburg im Jahr 1962 und Alexa wird klar, wie wenig sie über das frühere Leben ihrer Mutter weiß. Schließlich taucht ein alter Freund Cornelias im Buchladen auf und Alexa sieht die Chance, endlich mehr über ihre Mutter zu erfahren. Dies ist vielleicht die letzte Gelegenheit, ihre Mutter endlich besser zu verstehen und dadurch ihre Verhältnis wieder zu verbessern...

Die Geschichte hat mich sehr mitgerissen und berührt. Und letztlich auch oft an meine eigene Situation erinnert. Manchmal musste ich kurz unterbrechen und durchatmen, bevor ich weiter lesen konnte. 
Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und es gelingt ihr irgendwie, ihren Protagonisten im richtigen Moment die richtigen Worte in den Mund zu legen, ohne dass es kitschig ist.
Das Hamburg der Vergangenheit  und auch der Gegenwart wird lebendig beschrieben. Ich hatte das Gefühl, mit Richard und Cornelia im Rosengarten von "Planten un Blomen" zu sitzen und spürte das eiskalte Wasser sowie ihre Verzweiflung, als die Flut kam und fühlte schließlich die Resignation, als einer den anderen verloren glaubte. 
Zitat: "Das Wasser ist die größte Kraft auf der Welt. Es kann dein Freund oder dein Fein sein, es kann Leben schenken und verschlingen. Manchmal trennt es Menschen, manchmal führt es sie zusammen." ...  "Und du selbst solltest auch wie das Wasser sein. Überall hinfließen, dich niemals aufhalten lassen. Egal, was kommt."
Alexa war mir gleich sympathisch, ich konnte ihre Handlungen und Gedanken sehr gut nachvollziehen. Sie wollte nie etwas anderes, als dass ihre Mutter sie wieder so lieb hat wie früher, vor dem Zeitpunkt, als irgendetwas mit Cornelia geschehen ist. Dafür springt sie über ihren Schatten und wird ihre Betreuerin, um ihr zu zeigen, wie wichtig ihre Mutter ihr trotz allem ist. 
Auch Richard mochte ich, sowohl als jungen Mann wie auch später. Wie kann man auch jemanden nicht mögen, der deutsche Literaturgeschichte studiert und die Welt der Bücher so sehr liebt, dass er sie seiner Jugendliebe nahe bringt und bei ihr ebenfalls die Liebe zu Büchern weckt? ;-) Sogar so sehr, dass sie später einen Buchladen eröffnet. 
Bevor ich die ganze Geschichte kannte, war ich bei Cornelia allerdings ein bisschen zwiegespalten, zumindest was ihre Beschreibung in der späteren Zeit betrifft. Ihr Verhalten ihrem Mann und ihrer Tochter gegenüber fand ich ziemlich unfair, denn beide liebten sie schließlich sehr. Später versöhnte mich Alexas eigenes Verständnis für ihre Mutter dann ein bisschen mit Cornelia.
Ein weiterer "Protagonist" ist die Hamburger Sturmflut, die das Leben vieler Menschen nachhaltig beeinflusste. Nicht nur das von Richard und Cornelia, sondern im Nachhinein auch das ihrer Familien. Und beide fragen sich mehr als einmal "Was wäre gewesen, wenn..."

"Sturmherz" ist mein erstes Buch von Corina Bomann, aber sicher nicht mein letztes. Von Anfang bis Ende hat mich die Geschichte von Richard und Cornelia gefesselt. So viele tragische Verwicklungen, Ereignisse und überraschende Wendungen. Ein breites Spektrum an Emotionen, das von Freude über Trauer, Mitleid und Verständnis bis zu Wut reicht. 

Ich gebe eine uneingeschränkte Leseempfehlung für dieses bewegende Buch, besonders wenn man Familiengeschichten mag, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen.

Übrigens, heute jährt sich die Hamburger Sturmflut zum 55. Mal. 

 Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥ 


©Blackfairy71





Dienstag, 14. Februar 2017

Bücher und Realität


Ich lese ja gerade "Sturmherz" von Corina Bomann und das Buch geht mir teilweise schon recht nah.
Kurz zur Handlung: Alexa Petris Mutter Cornelia liegt nach einem Schlaganfall im Koma. Als der Arzt sie fragt, ob sie als ihre Betreuerin tätig werden will, zögert sie zunächst, denn das Verhältnis zu ihrer Mutter war nicht sehr gut. Aber irgend jemand muss sich kümmern, auch um den Buchladen, den Cornelia führt.
Dann taucht ein Mann aus Cornelias Vergangenheit auf, angeblich ihre Jugendliebe, die sie kannte, bevor sie Alexas Vater heiratete. Und Alexa wird klar, dass sie im Grunde nichts über ihre Mutter weiß, sie eigentlich gar nicht wirklich kennt. 

Ich finde in der Geschichte einige Parallelen zu mir. Meine Mutter ist seit etwa drei Jahren dement. Es fing alles sehr schleichend an und anfangs habe ich mir gedacht: Ach, sie ist ja auch schon über siebzig, da wird man halt ein wenig "tüddelig".  Aber es war leider ernster. Und genau wie Alexas Mutter hatte auch meine nicht wirklich vorgesorgt. Eine Nachbarin sprach mich dann an wegen einer Vorsorgevollmacht, die meine Mutter noch unterzeichnete, als sie geistig noch wesentlich fitter war als heute. So kann ich zumindest jetzt einiges für sie regeln.
Inzwischen lebt meine Mutter in ihrer eigenen kleinen Welt, eine normale Unterhaltung ist so gut wie gar nicht mehr möglich. Ende 2014 musste ich sie in einem Seniorenheim unterbringen und wenn ich sie nun dort besuche und sehe, wie sehr sie abgebaut hat, ist das oft sehr hart. Ich wünsche mir manchmal, dass es wieder besser wird, aber mir ist natürlich klar, dass das nie der Fall sein wird, denn Demenz ist nicht heilbar.
Und genau wie Alexa in "Sturmherz" habe auch ich das Gefühl, dass ich meine Mutter nicht richtig kenne, zumindest den Teil ihrer Vergangenheit, bevor sie meinen Vater heiratete und es später mich gab. Ich würde sie gerne noch so viel fragen. 

Leider gibt es auch niemanden mehr, der mir etwas aus dieser Zeit über sie erzählen kann. Und ich glaube nicht, dass wie im Buch eine alte Jugendliebe plötzlich vor meiner Tür stehen wird und nach meiner Mutter sucht. Das Leben ist eben doch kein Roman...

Aber trotz dieser Parallelen gefällt mir das Buch sehr gut und ihr könnt dann bald hier in einer Rezension meine endgültige Meinung dazu lesen. 

Samstag, 11. Februar 2017

"Das Lied der Störche" von Ulrike Renk

Ostpreußen, 1920. In der Nähe von Graudenz wächst die elfjährige Frederike auf einem Gutshof auf. Ihre verwitwete Mutter ist in dritter Ehe mit Erik von Fennhusen verheiratet und zusammen mit ihren Halbgeschwistern Fritz und Gerta verbringt Frederike, von allen nur Freddy genannt, eine unbeschwerte Kindheit. 
Eines Tages erfährt sie, dass ihre Zukunft mehr als ungewiss ist, denn ihr Erbe ist nach dem Krieg verloren gegangen, sie hat keinerlei Mitgift oder Auskommen. Trotzdem ist sie entschlossen, das Beste aus ihrem Leben zu machen und irgendwann selbst einem großen Gutshof vorzustehen. Zusammen mit ihren Geschwistern arbeitet sie in den Ferien zuhause mit, ist sich für keine Tätigkeit zu schade und hat ein großes Herz für die Beschäftigten auf dem Gut und die Tiere. 
Ihre Mutter verspricht ihr, dass sie sich darum kümmern wird, dass Freddy später gut versorgt sein wird und schickt sie auf eine Hauswirtschaftsschule. Als Freddy 1928 zurück nach Hause kommt, trifft sie dort erneut auf den benachbarten Gutsbesitzer Ax von Stieglitz, für den sie schon als kleines Mädchen geschwärmt hat, weil er der einzige war, der sie und ihre Sorgen ernst nahm. Ob Ax der Richtige für sie ist? Denn abgesehen davon, dass er fünfzehn Jahre älter ist, scheint es noch ein anderes Geheimnis in seinem Leben zu geben.
Und dann ist da auch noch die politische Lage, die immer schlechter wird. Wie wird die Zukunft für Ostpreußen sich entwickeln?

Ich durfte dieses wunderbare Buch in einer Leserunde bei den Büchereulen zusammen mit der Autorin Ulrike Renk lesen. Ganz besonders interessiert hat mich die Geschichte, da meine Oma ebenfalls aus den ehemaligen deutschen Gebieten im Osten stammt und beim Lesen von "Das Lied der Störche" wurde mir bewusst, wie wenig ich eigentlich über diese Zeit Deutscher Geschichte ich weiß.
Aber keine Sorge, es geht nicht in erster Linie um Politik. Im Vordergrund steht das Leben der Familie und besonders das von Freddy zur damaligen Zeit auf dem großen Gutshof Fennhusen. Die politische Lage damals wird zwar immer mal wieder erwähnt, ist aber sehr schön in die eigentliche Handlung eingebaut. 
Der Alltag damals wird sehr schön dargestellt, das Miteinander der Gutsfamilie und der "Leute", wie die Angestellten genannt wurden, wie wichtig ein gutes Zusammenspiel für den Betrieb war. 
Jemand aus der Leserunde sagte, das Buch entschleunigt einen so wunderbar und das kann ich nur so unterschreiben. Es passiert zwar immer wieder etwas, aber es sind mehr alltägliche Dinge und diese werden so anschaulich beschrieben von Ulrike Renk, das ich immer das Gefühl hatte, ich sei selbst auf Fennhusen, würde neben ihr auf ihrem Hengst Lorbass über die Felder reiten oder ihrer Hündin Fortuna bei der Geburt ihrer ersten Welpen beistehen. Die Beschreibung des Gefühls von Zuhause, der Gerüche des Sommers oder der Farben des Herbstes sind so authentisch, ich konnte es genau nachempfinden, wie Freddy sich fühlte.
Auch gibt es immer mal wieder Situationen zum Schmunzeln, besonders wenn die Köchin oder der Stallknecht in ihrem Dialekt "loslejen".  😊

Es ist schon länger her, dass mich ein Buch so berührt hat und ich mich mit einer Protagonistin so verbunden gefühlt habe.  
Ich war richtig traurig, als das Buch so plötzlich zu Ende war. Aber Ulrike Renk hat versprochen, dass es eine Fortsetzung geben wird. 
Das will ich auch sehr hoffen, denn ich muss doch wissen wie es mit "unserem Marjellchen" Freddy weitergeht wird. 

Ich kann "Das Lied der Störche" wirklich wärmstens empfehlen. Es ist eine authentische Geschichte mit viel Herz und Humor, aber ohne Kitsch. 

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥  ....... mit Extrasternchen 



Montag, 30. Januar 2017

"Der Geist von Miramont" von Elizabeth Hall

Frankreich, 1884. Die junge Adrienne Beauvoir wächst im Schloss ihrer Familie auf. Ihr Großvater vergöttert sie und ist erschrocken, als er erkennt, dass seine Enkelin dieselbe Gabe hat wie seine verstorbene Frau: das sogenannte Zweite Gesicht, sie kann in Visionen die Geheimnisse ihrer Mitmenschen sehen.  Da der Comte weiß, wie sehr seine Frau darunter gelitten hat, nimmt er Adrienne auf dem Sterbebett das Versprechen ab, vorsichtig zu sein und nicht über ihre Visionen zu sprechen. 
Von nun an hüllt das Mädchen sich in Schweigen und als junge Frau nimmt ihre Tante Marie sie schließlich mit nach Amerika, wo ihr Sohn das Schloss Miramont Castle in Manitou Springs in Colorado gebaut hat und dort als Priester der Gemeinde lebt. Dort hält Marie Adrienne in vollkommener Isolation wie eine Gefangene, damit sie nichts von den dunklen Familiengeheimnissen nach außen dringt. 
1897 steht Miramont Castle plötzlich leer, von allen Bewohnern verlassen. Was ist in den drei Jahren dort passiert?

Ich gebe zu, aufgrund des Titels und des Klappentextes habe ich ein etwas anderes Buch erwartet. Trotzdem hat mir die Geschichte aber im Nachhinein gut gefallen. Adrienne mochte ich gleich. Als Kind habe ich mich mit ihr über ihre Unbeschwertheit gefreut, später habe ich mit ihr gelitten. 

Die Autorin schreibt im Nachwort, dass das mysteriöse Schicksal sie zu diesem Buch inspiriert hat. Ich finde es allerdings ein bisschen schade, dass dieser Teil der Geschichte so kurz war, ich hätte mir mehr vom "Geist" gewünscht. 

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er ist durchweg flüssig und das Ganze anschaulich erzählt.

Ein historischer Roman mit einem Hauch von Mystery, der meiner Meinung nach etwas mehr hätte sein können.

Bewertung: ☥ ☥ ☥


Mittwoch, 25. Januar 2017

Buchgewinne!! Freu!!


In den letzten Tagen habe ich gleich zwei Mal das Glück gehabt, dass die Losfee meinen Namen aus dem Topf gezogen hat.

Im Forum der Büchereulen  habe ich für eine Leserunde das Buch "Das Lied der Störche" von Ulrike Renk gewonnen. Die Autorin wird die Leserunde begleiten. Bin schon sehr gespannt.




Und bei Vorablesen habe ich ebenfalls mal wieder ein Buch gewonnen. Auch darüber freue ich mich total, denn die Geschichte hört sich sehr vielversprechend an und die Leseprobe war es auch schon. 




So kann dieses Jahr gerne weitergehen. *g*




Donnerstag, 19. Januar 2017

"Die Totentänzerin" von Max Bentow


Der Berliner Kommissar Nils Trojan wird an einen Tatort gerufen, an dem ein Pärchen brutal in ihrem Schlafzimmer ermordet wurde.  Sie liegen entkleidet auf ihrem Bett, aneinander gefesselt, die Laken blutig und die Nachtwäsche wurde eigenartig drapiert, wie zur Schau gestellt. Trojan ist schockiert, denn gerade das Schlafzimmer in der eigenen Wohnung sollte einem doch Sicherheit geben, eine Art geschützter Raum sein, wenn man schläft. 
Aber noch schockierter ist er, als Theresa Landsberg, die Frau seines Chefs in den Kreis der Verdächtigen gerät, denn Landsberg selbst erzählt ihm von ihrem labilen Zustand und ihren Gedächtnislücken. Trojan möchte nicht an Theresas Schuld glauben, aber bald geschieht ein weiterer Mord und er muss allen Spuren nachgehen, um die Serie zu beenden...


Dies ist der dritte Fall für den Berliner Kommissar Nils Trojan. Und er bringt ihn mal wieder an seine Grenzen, denn die Morde sind brutal und bizarr und Trojan kommt einfach nicht weiter. Sein Chef macht es ihm auch nicht leicht bei den Ermittlungen, denn obwohl er wegen seiner Frau befangen ist, will er den Fall nicht abgeben. Hinzu kommen seine Panikattacken, die natürlich immer im ungünstigsten Moment auftauchen. Aber seine Therapie hat er ja abgebrochen, damit er mit Jana zusammen sein kann. 
Wie immer ist die Geschichte von Anfang bis Ende spannend erzählt, Bentows Schreibstil gefällt mir sehr gut. Meistens wird aus Sicht von Trojan erzählt, manchmal auch aus Theresas Sicht und anderer Figuren. Und immer fragt man sich: Ist das jetzt der Mörder? Das Ganze war für mich jedenfalls ein geschicktes Verwirrspiel und ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, wer der Täter ist, hatte aber verschiedene Vermutungen...die dann zum Schluss doch falsch waren. Also alles richtig gemacht, Herr Bentow.  *g*

Alles in allem hat mich auch dieser Band der Reihe wieder gut unterhalten und ich kann ihn auf jeden Fall weiterempfehlen. Wer wissen möchte, ob es erforderlich ist, dass man Teil 1 und 2 vorher gelesen hat: Zum Verständnis dieses Falls sicher nicht, aber es schadet auch nicht, schon wegen der persönlichen Entwicklung der Hauptfiguren. 

Meine Bewertung:  ☥ ☥ ☥ ☥ ☥

©Blackfairy71

Montag, 9. Januar 2017

"Meine Seele so kalt" von Clare Mackintosh

Ein regnerischer Tag in Bristol. Der fünfjährige Jakob ist mit seiner Mutter auf dem Weg nach Hause, als er sich plötzlich los reißt und auf die Straße rennt. Das Auto, das wie aus dem Nichts erscheint und ihn erfasst, ist ebenso schnell wieder verschwunden. Für den kleinen Jungen kommt jede Hilfe zu spät.
Jenna Gray flieht vor den Ereignissen in die Einsamkeit eines walisischen Dorfes. Aber die Trauer um ihr Kind und die Erinnerungen lassen sie selbst dort nicht los. Schon bald ist sie sich sicher, dass nicht nur die Vergangenheit sie erbarmungslos verfolgt...

Ich habe jetzt den Klappentext mal so übernommen, da mehr zum Inhalt wahrscheinlich einfach zu viel verraten und einen großen Teil der Spannung nehmen würde.  Und damit würde dieser fesselnde Psychothriller das Besondere verlieren. Wer ihn gelesen hat, weiß, was ich meine. 
Erzählt wird parallel aus zwei Perspektiven. Da ist zum einen Jenna, die versucht in dem kleinen Dorf Penfach in Wales zur Ruhe zu kommen und sich langsam wieder ein Leben aufbaut. Aus der Sicht der Polizisten Ray Stevens und Kate Evans werden dann die Untersuchungen im Fall des Unfalls mit Fahrerflucht geschildert und man merkt, dass die Autorin Clare Mackintosh selbst bei der Polizei gearbeitet hat und sich mit der mühevollen Kleinarbeit der Recherchen und den oft frustrierenden Vorschriften auskennt. Auch das Privatleben der Ermittler spielt mit hinein, nimmt jetzt aber keinen zu großen Raum in der Handlung ein. Und Ray Stevens ist auch kein vom Job frustrierter, zynischer Cop mit psychischen oder anderen gesundheitlichen Problemen. Das ist ja für manche Leser schon ein k.o.-Kriterium ;-)
Die Spannung baut sich langsam auf und manchmal kam mir die eine oder andere Situation ein bisschen merkwürdig vor. Zum Ende des ersten Teil der Geschichte kam dann eine völlig überraschende Wendung, mit der ich so nicht gerechnet hatte, die dann aber auch einige Unklarheiten beseitigte.  Und danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn ich musste unbedingt wissen, wie das Ganze ausgeht. Dieser zweite Teil hat mich auch besonders aufgewühlt und teilweise wütend gemacht.

Zu den Charakteren muss ich sagen, dass ich mit Jenna anfangs nicht so wirklich warm wurde, das änderte sich aber im Laufe der Geschichte. Und zum Ende habe ich einfach nur noch gehofft, dass alles gut für sie ausgehen wird. 
Auch Ray mochte ich, obwohl ich ihm manchmal gerne gesagt hätte, dass er seine Arbeit nicht jedes Mal seiner Familie vorziehen sollte.
Patrick, Bethan und natürlich der kleine Beau waren meine weiteren Lieblinge. 
Und Ian habe ich die Pest an den Hals gewünscht. 

Fazit: Ein brillanter Thriller mit einem genialen Verlauf der Handlung und einem fesselnden Schreibstil. Absolut lesenswert!

Meine Bewertung:  ☥ ☥ ☥ ☥ ☥



Freitag, 6. Januar 2017

Mein Lesejahr 2016 - Teil 2

Der Juli begann mit einem Regionalkrimi aus Königswinter: Rapunzelgrab von Judith Merchant. Davon war ich allerdings ein wenig enttäuscht, die ersten beiden Teile hatten mir besser gefallen. 
Dummerweise habe ich in dem Monat auch mal einen Blick bei rebuy riskiert...und dann gleich sechs Büchern ein neues Zuhause gegeben. 
Nach einem Ausflug in die Zeit von Henry VIII. in Feuer der Vergeltung von C. J. Sansom, habe ich dann den nächsten Thriller von Richard Montanari gelesen. Kevin Byrne und Jessica Balzano erhielten in Philadelphia die Einladung zum Tanz der Toten



Der August war dann ziemlich blutig...*g* Der Monat begann mit der forensischen Anthropologin Temperence Brennan und einem Fall auf Hawaii in Blut vergisst nicht. Dann ging es nach Painters Mill, wo Polizeichefin Kate Burkholder eine Grausame Nacht erlebte. Ein Teil der Reihe, der mir wieder super gefallen hat.  
Und ich gebe es ja zu, im August habe ich zum ersten Mal einen Thriller von Sebastian Fitzek gelesen und zwar Der Seelenbrecher. Gleichzeitig war das auch seit langem mein erstes Buch, das ich aus der Bücherei ausgeliehen habe. 
Bei Vorablesen hatte ich auch mal wieder Glück und Der Angstmann gewonnen. 
Der Monat endete dann mit Vlad Dracula. ;-)  Ich habe den zweiten Teil von Department 19 gelesen und darin geht es um Die Wiederkehr des größten Vampirs aller Zeiten.


Der September begann mit etwas Historischem: Die Henkerstochter und der schwarze Mönch.  Der zweite Teil der Reihe von Oliver Pötzsch hat mir sehr gut gefallen. Und obwohl ja fast schon Herbst war, habe ich mir dann erst mal den Blutsommer vorgenommen und damit den ersten Teil der Thriller-Reihe von Rainer Löffler. Aber so richtig warm geworden bin ich damit nicht. Im Gegensatz zum Angstmann von Frank Goldammer, in dem es um einen Serienmörder im vom zweiten Weltkrieg bombardierten Dresden geht. Die Geschichte hat mich begeistert und auch aufgewühlt. 
Danach brauchte ich dann erst mal etwas einfach so zum "Weglesen" und das war dann Abgeschnitten von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos.  


Im Oktober habe ich dann eine weitere Thrillerreihe für mich entdeckt und Die Chemie des Todes von Simon Beckett gelesen. Und ich habe festgestellt, das ist absolut meins und David Hunter war mir gleich sympathisch. 
Danach war dann mal wieder eine Leserunde angesagt und zwar zu Als der Teufel erwachte von Jennifer B. Wind, die quasi beim Schreiben ihres Thrillers von der Aktualität zum Thema Flüchtlinge eingeholt wurde. Gut geschrieben und perfekt recherchiert.  
Von einem erneuten Besuch in der Bücherei nahm ich dann Fitzeks Erstlings mit nach Hause. Ich fand Die Therapie zwar gut, aber nicht so überraschend wie viele meinten. Vielleicht habe ich aber auch einfach schon zu viele Krimis und Thriller gelesen. ;-) 
In einem kleinen Forum haben wir dann Verletzung von Manuela Obermeier gelesen, ein Krimi aus München, der mir auch gut gefallen hat.
Und zum Ende des Monats fand dann das große Herbst- und Halloweenwichteln von Lovelybooks statt, bei dem ich neben netten Kleinigkeiten auch vier Bücher bekommen habe. *freu*


Im November gab es gleich zwei Mal ein Wiedersehen mit Dr. David Hunter in Kalte Asche und danach in Leichenblässe.  Beides sehr spannende Thriller und ich freue mich schon auf den vierten und fünften Teil.
Bei den Büchereulen habe ich dann bei der Leserunde zu Marion Hennebergs Krimi Der achte Rabe mitgemacht. Sehr spannende Geschichte, hat mir sehr gut gefallen. 
In Die Winterprinzessin von Sandra Lessmann gab es ein Wiedersehen mit Pater Jeremy Blackshaw, Alan Ridgeway und Amoret St. Clair. Ein historischer Roman, der mich wieder super unterhalten hat. 
Beendet habe ich den Monat mit Onkel Montagues Schauergeschichten von Chris Priestley, eine Sammlung, die mich begeistert hat.


Anfang Dezember habe ich Ich sehe was und das ist tot von Karen Sander beendet, das ich schon Ende November begonnen hatte. Es ist zwar schon der dritte Teil der Thrillerreihe und ich hatte bis dahin nur Teil eins gelesen, aber ich hatte nicht das Gefühl, das mir Wissen fehlte. 
Insgesamt stand der Dezember bei mir dann doch im Zeichen von Weihnachten und ich habe drei tolle historische Geschichten gelesen, die zu dieser Jahreszeit das Herz erwärmen: Eisweihnacht von Ruth Berger, Wie der Weihnachtsbaum in die Welt kam von Astrid Fritz und Drei Wünsche von Petra Oelker. 
Auch David Hunter war wieder dabei und ich habe zwei Kurzgeschichten von Simon Beckett gelesen: Schneefall und Ein ganz normaler Tag. Beide haben mir gut gefallen und hier erfahren wir auch, wie David seine verstorbene Frau kennenlernte. Allerdings fand ich das Büchlein doch recht teuer für die rund 60 Seiten.
In Die verlorenen Spuren von Kate Morton versuchte dann eine Tochter ein lange zurückliegendes Familiengeheimnis zu ergründen. Ein toller Roman.
Und schließlich traf ich in den Tri-Cities endlich wieder auf Walkerin Mercy Thompson, die ja inzwischen eigentlich Hauptman heißt, nachdem sie den Alpha-Werwolf Adam geheiratet hat. Gefährtin der Dunkelheit ist der achte Teil der Urban Fantasy Reihe und ich war wie immer begeistert.


Und dann durfte ich zu Weihnachten noch drei tolle Wichtelpäckchen aus Bücherforen auspacken. So viele schöne Sachen und natürlich auch meine Wunschbücher. Warum ist nicht öfter im Jahr Weihnachten? *g* 

Ja, das war also mein Lesejahr 2016. Und nun bin ich gespannt, wie 2017 wird, welche Highlights mich da erwarten, vielleicht euch Enttäuschungen und sicher auch neue Entdeckungen. Auf geht's also in die nächsten zwölf Monate.