Dienstag, 15. August 2017

Aktion Gemeinsam Lesen Nr. 1



Diese Aktion habe ich gestern zufällig entdeckt und möchte nun zum ersten Mal auch mitmachen. Ob ich es jeden Dienstag schaffe, kann ich nicht versprechen, aber ich werde es versuchen. 

Es ist ein Projekt von Schlunzen-Bücher und wer möchte, darf mitmachen. Ihr müsst nur vier Fragen beantworten. Die ersten drei sind jede Woche dieselben, die vierte ist dann eine andere.

Los geht's!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich habe heute mit "Death Call  - Er bringt den Tod" von Chris Carter begonnen. Es ist der 8. Band der Hunter & Garcia-Reihe. Ich bin erst auf Seite 20 von 416.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Das Morddezernat I des LAPD war eine Elite-Einheit innerhalb des Raub- und Morddezernats, die sich ausschließlich mit Serienmorden und Tötungsdelikten befasste, welche stark im Licht der Öffentlichkeit standen und zeitaufwendige Ermittlungen sowie spezielles Fachwissen erforderten."

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden?
Wie gesagt, bin ich erst auf Seite 20 und kann zum Inhalt noch nicht viel sagen. Aber der Einstieg war schon mal sehr spannend und ich merke, dass ich schon jetzt wieder mitten in der Handlung bin. 

4. Gibt es Rezensionen von dir, bei denen sich deine Meinung mittlerweile verändert hat und die du am liebsten völlig umschreiben würdest? (Frage von Diana)
Vielleicht nicht direkt umschreiben, aber ausführlicher. Es gibt Bücher, die ich vor Jahren gelesen habe und wo ich dann nur in wenigen Sätzen kurz meine Meinung geschrieben habe. Eigentlich kann man das nicht mal Rezension nennen. *g* Aber ein Buch, zu dem meine Meinung heute anders ist, als damals beim Lesen, fällt mir jetzt nicht ein.




"Das Lied der Seherin" von Sandra Lessmann

Irland 1670. Das Land ist tief gespalten. Breandán, der kürzlich von König Charles II. zum Baron von Shanrahan geadelt worden ist, kommt mit seiner Frau Amoret und Jesuitenpater Jeremy Blackshaw auf seinem neuen Besitz an. Von den Pächtern schlägt dem neuen Herrn offenes Misstrauen entgegen, denn die Wunden, die Oliver Cromwells Schreckensherrschaft geschlagen hat, sind noch lange nicht verheilt. Protestantische Adelige herrschen über die katholische Landbevölkerung, deren Alltag vom Glauben an Feen und Kobolde bestimmt wird. Und der Priester vor Ort gibt sich nicht gerade viel Mühe. 
Es dauert nicht lange, da stolpert Breandán auf seinem neuen Besitz über eine Leiche. Wer war der Mann und warum starb er in der Burg Shanrahan? Ein neues Rätsel für den cleveren Jeremy, der nicht eher Ruhe geben wird, bis er auch dieses gelöst hat. 

Zum Ende des letzten Bandes der Reihe (Die Winterprinzessin), überließ König Charles II. dem Iren Breandán als Dank für seine Dienste ein Stück Land in seiner früheren Heimat. Angekommen in Shanrahan, ist er erst einmal leicht geschockt, denn die Burg befindet sich in ziemlich baufälligem Zustand. Und so kommen er und seine Familie sowie Jeremy erst einmal beim Verwalter Prendergast unter, auch wenn dieser ihn nicht gerade überschwänglich empfängt. Später erfährt Breandán auch den Grund dafür.
Aber es gibt auch andere Bewohner im Dorf, die ihnen freundlich gesinnt sind, wie z. B. der Wirt der einzigen Herberge. 
Parallel zu der Handlung in Irland und Jeremys Ermittlungen, gibt es einen zweiten Handlungsstrang, der in London spielt und den königlichen Richter Sir Orlando Trelawney betrifft. Unfreiwillig wird er in einen Entführungsfall verwickelt, dessen Auswirkungen ihn schließlich bis nach Irland zu seinen Freunden führen. Auch der Wundarzt Alan Ridgeway wird in die Sache hineingezogen, so dass wieder alle bekannten Gesichter der Reihe dabei sind. Hinzu kommen auch ein paar neue Charaktere, bei denen ich mich freuen würde, wenn sie im nächsten Teil wieder dabei wären.

Am Ende werden wie immer alle Fäden gekonnt von der Autorin zusammengeführt und historische Fakten und Fiktion ergeben ein stimmiges Bild.
Der Schreibstil ist anschaulich und lebendig und besonders die Beschreibungen der Landschaft lässt das Irland des 17. Jahrhunderts vor dem geistigen Auge aufleben. Auch das Leben zur damaligen Zeit, mit welcher Selbstverständlichkeit die Menschen an das Mystische glaubten, an Feen und Kobolde, das bringt Sandra Lessmann wunderbar rüber. 

Der Titel "Das Lied der Seherin" bezieht sich auf die Banshee, die Todesfee, die sich in der irischen Mythologie immer zeigt, bevor ein Mensch stirbt. Manchmal singt sie ein Lied, manchmal erscheint sie als Krähe.

Ein bisschen schwierig fand ich manchmal die gälischen Namen, aber dadurch ist die Geschichte natürlich auch authentischer, denn zur damaligen Zeit sprachen die Iren eben noch kein Englisch. Und zu Beginn des Buches werden die gälischen Namen genannt und die entsprechende englische Aussprache, das machte das Ganze einfacher, um die Dorfbewohner alle auseinander zu halten. Und auch zum Ende gibt es ein Glossar mit Erklärungen und einem Nachwort der Autorin. 

Fazit: Wieder ein historischer Krimi aus der Reihe, der mich von Beginn an gut unterhalten und begeistert hat, dieses Mal auch mit einem Hauch Mystik, alleine schon durch den Schauplatz Irland. 

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥

Und hier noch mal die chronologische Reihenfolge der Serie:
1. Die Richter des Königs
2. Die Sündentochter
3. Sündenhof
4. Narrenkind
5. Die Winterprinzessin
6. Das Lied der Seherin


©Blackfairy71



Freitag, 11. August 2017

Wenn aus einer einfachen Frage eine Diskussion wird


Das habe ich gestern mal wieder bei Facebook erlebt. 
Ich habe bereits im Mai "Death Call" von Chris Carter bei Amazon vorbestellt. Veröffentlicht wird das Buch am 11.08., also heute. Gestern hatte ich bei meiner Bestellung die Info, dass der Versand vorbereitet wird. Lieferdatum ist der 18.08. 
Da ich sowas von Amazon nicht kenne und bisher immer alles pünktlich bekommen habe, was ich vorbestellt habe (manchmal sogar einen Tag früher), habe ich in einer Büchergruppe bei Facebook mal nachgefragt, ob es vielleicht Anderen auch so geht. Und dann ging es los...
Von den ich weiß nicht wie vielen Kommentaren, waren höchstens zwei oder drei Leute dabei, die meine Frage wirklich beantwortet haben.
Alle anderen schrieben, ich sei ja selbst Schuld, wenn ich bei den "Abzockern von Amazon" bestellen würde. Ich sollte doch lieber im Buchladen vor Ort kaufen. Den lokalen Einzelhandel unterstützen usw. 😩  Menno! Das war doch gar nicht das Thema! 
Habe ich dann auch so geschrieben und dann kam, man wolle ja nur mal zum Nachdenken anregen. 
Erst mal kaufe ich meine Bücher nicht nur bei Amazon, sondern tatsächlich auch in Buchläden vor Ort. Aber es gibt eben solche Bücher, die bestelle ich vor, sobald ich sehe, wann sie veröffentlicht werden, weil ich sie dann sofort haben möchte. Und damit ich nach einem halben Jahr das Datum nicht vergesse.
Zweitens ist unser Buchladen recht klein, ebenso die Auswahl der Bücher. Klar, ich könnte auch dort bestellen, aber dann muss ich es ja trotzdem noch dort abholen. Und so kommt das Buch eben direkt zu mir nach Hause. Oder ins Büro.
Und drittens möchte ich immer noch gerne selbst entscheiden, wo ich meine Bücher kaufe und mir das nicht vorschreiben lassen. Ich glaube, aus dem Alter der Bevormundung bin ich raus.

So, Luft gemacht, alles gut. 😏

Übrigens steht jetzt bei Amazon, dass das Buch heute versendet wird. 

Morgen werde ich mal auf einem Büchermarkt stöbern. Da gibt es dann gebrauchte Bücher. Ich denke, das ist in Ordnung, oder? *grübel*

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende. 




Montag, 7. August 2017

"Shutter Man - Der Tod kennt dein Gesicht" von Richard Montanari

Klappentext:
Seit Generationen sind die Farrens eine der gefürchtetsten Familien Philadelphias. Schutzgelderpressung, Einbruch, Schießereien, Mord - die Liste der Verbrechen ist lang und zieht sich durch Jahrzehnte. Als Detective Byrne in einer Mordserie ermittelt, führt die Spur wieder zu den Farrens. Und zurück in seine eigene Vergangenheit. Bereits damals wurde ein Farren mit einem Mord in Zusammenhang gebracht, der niemals aufgeklärt wurde. Können Byrne und Balzano heute für Gerechtigkeit sorgen?

Das Buch beginnt damit, dass eine Familie in ihrem Haus überfallen und ermordet wird. Und es bleibt nicht bei dem einen Mord. Detective Kevin Byrne vom Philadelphia Police Department übernimmt die Ermittlungen. Dabei stößt er auf den Namen Farren, ein Familienname, den er noch aus seiner Vergangenheit kennt. Aufgewachsen in Devil's Pocket, hat er die Farrens als eine der gefährlichsten Familien in seinem Viertel in Erinnerung. Und das hat sich bis heute nicht geändert.
In Rückblenden erfährt der Leser einiges aus Kevins Jugendzeit und was damals passierte. Hängt die Mordserie von heute mit einem ungeklärten Mordfall aus den Siebziger Jahren zusammen? Und wie wie könnte sich der Verlauf der Ermittlungen auf Byrnes heutiges Leben auswirken? Seine ehemalige Partnerin Jessica Balzano, jetzt für die Staatsanwaltschaft tätig, bearbeitet eine Anklage gegen Daniel Farren und arbeitet so nun wieder mit Byrne zusammen. 

"Shutter Man" ist inzwischen der 9. Fall für Kevin Byrne und Jessica Balzano. Und ich muss sagen, zwischendurch hatte die Geschichte einige Längen für mich. Ich weiß nicht, ob es unbedingt erforderlich gewesen wäre, so tief in die Vergangenheit der Farrens einzutauchen. Das nimmt dem Ganzen ein bisschen die Spannung. Diese kommt erst gegen Ende so richtig auf, als klar wird, wie alles zusammenhängt und es auch um den Mord an der kleinen Catriona geht. 
Wobei ich es schon interessant fand, von Kevins Jugendzeit in Devil's Pocket zu lesen und etwas mehr über ihn zu erfahren. 
Schade finde ich nach wie vor, dass der Autor Jessica einen neuen Job verpasst hat und sie und Kevin nicht mehr als Partner bei der Polizei arbeiten. Auch wenn sie durch ihren Job bei der Staatsanwaltschaft weiterhin miteinander zu tun haben.

Insgesamt ist die Geschichte schon gut durchdacht und zum Ende werden auch alle losen Fäden zusammengeführt. Auch der Schreibstil des Autors gefällt mir nach wie vor, er ist anschaulich und ich konnte beim Lesen alle Szenen vor mir sehen. Es gibt auch witzige und emotionale Momente. 
Aber wie schon geschrieben, hätte das Ganze spannender sein können. Ich würde "Shutter Man" nicht als Thriller bezeichnen, sondern eher als Krimi.

Lesern der Reihe kann ich das Buch aber trotzdem empfehlen, da es für Kevin Byrne ein sehr persönlicher Fall und damit auf jeden Fall interessant ist. 

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥  


©Blackfairy71



Mittwoch, 2. August 2017

"Böse Seelen" von Linda Castillo

Kate Burkholder, Polizeichefin von Painters Mill in Ohio, ermittelt dieses Mal Undercover  in einer Amisch-Gemeinde im Staat New York. Dort ist ein fünfzehnjähriges Mädchen im Wald erfroren aufgefunden worden und es sieht nach Mord aus. Der zuständige Sheriff kommt nicht weiter, denn die eingeschworene Gemeinde mauert und ist nicht bereit der "Englischen Polizei" zu helfen. Aber es kursieren einige Gerüchte, dass dort böse Dinge geschehen.
Als ehemalige Angehörige der Amisch-Gemeinde in Painters Mill scheint Kate perfekt für eine verdeckte Ermittlung und der Sheriff bittet um ihre Hilfe. Also schlüpft Kate in die Rolle einer trauernden Witwe, die nach dem Tod ihres Mannes eine neue Gemeinde sucht, die streng nach den alten Regeln der "Ordnung" lebt. Ganz auf sich allein gestellt, versucht sie hinter die Geheimnisse der Amischen Gemeinschaft zu kommen. Schon bald hat sie den charismatischen, aber zwielichtigen Bischof Schrock in Verdacht, denn er scheint ein sehr strenges Regiment zu führen und nimmt die Regeln der Amischen Ordnung oft allzu ernst. Aber ihre Vergangenheit hilft ihr, das Vertrauen einiger Frauen der Gemeinde zu gewinnen und nach und nach tun sich immer mehr Abgründe auf. Und schließlich ist auch ihr eigenes Leben in Gefahr...

Dies ist der 8. Fall für Kate Burkholder und er hat mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten. Der Schauplatz ist dieses Mal nicht Painters Mill, was sicher auch für ein wenig Abwechslung sorgt. Obwohl ich dadurch ihr eigentliches Team bei der Polizei ein wenig vermisst habe. 
Wie immer wird in der Ich-Perspektive von Kate erzählt, was die Bücher persönlicher macht. Man ist hautnah dabei und erlebt mit, wie erstaunt sie selbst darüber ist, dass es ihr relativ leicht fällt wieder in ihr "altes Leben" als Amische hineinzuschlüpfen. Fast ist sie manchmal ein bisschen wehmütig, denn es war ja nicht alles nur schlecht damals. 

Die Spannung wird im Laufe der Geschichte immer mehr aufgebaut, bis es am Ende zum rasanten Showdown kommt. Der Schreibstil ist gewohnt lebendig und es gibt auch witzige und emotionale Momente. Da Kate dieses Mal weit weg von Painters Mill ist, ist Tomasetti nicht unmittelbar dabei und so steht hier der Fall etwas mehr im Vordergrund und nicht so sehr die Beziehung der beiden. Obwohl es hier meiner Meinung nach doch einen entscheidenden Fortschritt gibt.

Fazit: Für Fans der Reihe ist es natürlich ein Muss, auch diesen Teil zu lesen. Ich war jedenfalls nicht enttäuscht und fand "Böse Seelen" bis zum Ende spannend und gut geschrieben. Es ist auf jeden Fall ein sehr persönlicher Fall für Kate Burkholder. 
Wer Kate noch nicht kennt, dem würde ich aber auf jeden Fall empfehlen, zumindest den ersten Teil "Die Zahlen der Toten" vorab zu lesen, da man sie dann besser versteht und nachvollziehen kann, wieso sie damals das "schlichte Leben" hinter sich gelassen hat. 

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥


©Blackfairy71


Dienstag, 1. August 2017

Grüße zum Jahreskreisfest




Heute wird das erste der großen Erntefeste im Jahreskreis gefeiert: Lughnasadh. Die Kelten feierten es zu Ehren des Sonnengottes Lugh und baten ihn so um eine ertragreiche Ernte für den langen Winter. 
Es heißt auch Schnitterfest, da es zum Zeitpunkt des ersten Kornschnitts der diesjährigen Ernte gefeiert wird.